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Mo, 20. Februar 2006, 10:25

Unternehmen

Linux läuft auf Intel iMac

Die Portierung von Linux auf den im Januar vorgestellten mit einem Intel-Prozessor ausgestatteten Apple iMac macht Fortschritte.

Kurz nachdem im Januar der erste Intel-basierte Apple-Rechner vorgestellt worden war, begannen Hacker bereits damit, zu untersuchen, welche Betriebssysteme außer Mac OS X noch darauf laufen würden. Es stellte sich daraus, daß es aufgrund der gegenüber normalen PCs anderen Firmware nicht ohne speziellen Bootloader und angepaßten Kernel gehen würde. Das Projekt Mactel-Linux wurde gegründet, um die Portierung vorzunehmen. Die Entwickler schreiben, daß auch einige eigene oder modifizierte Treiber notwendig seien.

Seit dem 16. Februar ist ein angepaßter Linux-Kernel offenbar in der Lage, von dem Rechner zu booten. Am 19. Februar wurde die eingebaute Netzwerkschnittstelle zum Laufen gebracht. Demgegenüber sollen die Versuche, Windows auf dem Intel iMac zum Laufen zu bekommen, laut Spiegel Online, weiterhin »kläglich scheitern«.

Das Mactel-Linux-Projekt verwendet ein Gentoo-System als Basis der Portierung. Die (noch recht kurze) Anleitung ist jedoch unabhängig von einer bestimmten Distribution - im Prinzip sollte sich jede vorhandene Distribution verwenden lassen. Als Bootloader kommt elilo zum Einsatz. Diese Variante von LILO wurde speziell für die EFI-Firmware entwickelt, die in dem Mac das PC-BIOS ablöst. Der Kernel bootet bereits in eine Konsole, so daß Programme wie »lspci« laufen. Die Ausgabe von lspci zeigt keine exotische Hardware im Vergleich zu normalen PCs. Lediglich die ATI-Grafikkarte scheint noch problematisch zu sein. Nur die 17-Zoll-Monitor-Variante des Mac läuft zur Zeit, wofür eine Modifikation des VESA-Konsolentreibers notwendig war. An den Macs mit 20-Zoll-Monitor wird noch gearbeitet. X11 läuft offenbar noch nicht.

Unterstützung von Apple kann das Projekt nicht erwarten, doch ist diese laut FAQ nicht notwendig. Apple hatte bereits erklärt, daß es die Nutzer nicht daran hindern werde, andere Betriebssysteme zu portieren.

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