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Do, 23. März 2006, 11:10

Gesellschaft::Politik/Recht

Savannah akzeptiert kein GPLv2

Die als Alternative zu SourceForge gegründete Software-Plattform Savannah sieht eine Lizenzierung der Software unter der »GNU GPL v2 only« als problematisch an.

Stein des Anstoßes stellte das Begehren von Francesco Poli dar, der seine Anwendung auf der savannah.gnu.org-Plattform veröffentlichen wollte. Er stellte sein unter der GNU GPLv2 stehendes Projekt vor und wurde prompt wegen »lizenzrechtlicher Probleme« abgewiesen.

Sebastian Wieseler erklärte Poli, dass sein Wunsch, seine Software ausschließlich unter die GNU GPLv2 zu stellen, »problematisch« sei. Damit erlaube der Entwickler keine Änderungen der Lizenz und eine automatische Übertragung der Lizenzierung auf die kommende GNU GPLv3 ausgeschlossen sei. Poli möge deshalb seine Software unter die »GNU GPLv2 oder später«- Lizenz stellen. Anderfalls müsste bei einer späteren Änderung der Lizenz jeder Einsender eines Patches oder einer Verbesserung gefragt werden, ob er mit einer Relizenzierung einverstanden sei.

Poli erwiderte, dass er momentan nicht bereit sei, seine Software unter eine noch nicht klar bestimmte Lizenz zu stellen. Laut Aussage des Entwicklers wird er auf die GPLv3 umsteigen, aber nur dann, wenn die neue Lizenz ihm zusagt. Aus seiner Sicht macht es für ihn keinen Sinn, die Software unter eine Lizenz zu stellen, deren Bestimmungen er noch gar nicht kennt.

Faktisch genommen beansprucht die FSF mit der Praxis auf Savannah die Hoheit über die Lizenzierung der Projekte. Auch Poli bemängelt, dass die Forderungen dazu führen, dass die FSF in die Lage versetzt wird, bestehende Projekte zu relizenzieren, ohne dass der Autor dies auch gewollt hatte. Wer sich dem nicht fügen will, muss wohl, wie das Beispiel von Poli zeigt, sich eine andere Plattform als Savannah suchen.

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