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Do, 20. Januar 2000, 00:00

Tips zu Partitionen, Teil 3

Von Pawel

Zwei oder mehr Festplatten, viel Festplatten-Speicher (über 3 GB)

In diesem Fall sollte man mit der Anzahl von Partitionen nicht sparen. Was man bei guter Überlegung an Platz auf der Festplatte durch mehrere Partitionen verliert, holt man mit System-Performance zurück. Die wichtigste Regel hier: man soll die Last auf alle Festplatten verteilen. Das erledigt man am besten wenn man zwei Swap-Partitionen einrichtet und /usr und /usr/lib auf getrennten Platten liegen. Das ist die sogenannte Quasiparallelisierung. Eine echte Parallelisierung kann man durch RAID-Controller erreichen. In dem Fall, dass dieser Rechner als Server dient, ist dies die beste Lösung. Hier mein Vorschlag, bei dem die zweite Festplatte ein bisschen schneller ist.

1. Festplatte 2. Festplatte
/boot - max. 5MB / -ca. 150MB (Wurzel)
swap - ca. 64MB swap - ca. 96MB
/usr - ca. 1.000MB /usr/lib - ca. 700MB
/var - ca. 150MB /home - ca. 700MB
/archiv - ca. 700MB  

Die Größe von /usr ist abhängig von den Programmen, die installiert werden. Wenn man viele Programme ausprobieren möchte, dann muss man /usr entsprechend dimensionieren. Nach meiner Schätzung ist man mit /usr und /usr/lib in der Größe von insgesamt 1,5 GB ziemlich gut beraten.

Auf Desktop-Rechnern sollte man 2012 wenigstens 10 GB für /usr vorsehen.

2 Festplatten, wenig freier Platz für Linux (ca. 1.5 GB)

Meine Meinung: Das ist das Minimum bei zwei Festplatten. Die Festplatten würde ich hier so teilen (in diesem Beispiel ist die hda die schnellere Festplatte):

1. Festplatte 2. Festplatte
/ - 180MB swap - ca. 48MB
swap ca. 64MB /usr - ca. 650MB
/usr/lib - ca. 400MB /archiv - ca. 50MB
/home - ca.100MB

Je nach Einsatz des Rechners kann man mit mit der Größe der Partitionen ziemlich variieren. Die Regeln bitte der Einführung entnehmen.

Wenig Platz für Linux (bis 1 GB) auf einer Festplatte

Auf so einem Rechner können Sie nicht viele Programme gleichzeitig installieren. Meiner Meinung nach sollte die Partitionierung hier so aussehen:

/ - Wurzel - 180 MB
Swap - 64 MB
/usr - Programme - 650 MB
/home - Arbeitsverzeichnis - 100 MB (Rest)

Unter Umständen kann man auf die getrennte /home-Partition verzichten, aber den gewonnenen Platz sollte man zu 50% teilen zwischen /usr und /. Dieser Fall sollte so aussehen:

/ - ca. 230 MB
Swap - ca. 64 MB
/usr - ca. 700 MB

Dadurch wird zwar das Arbeitsverzeichnis kleiner, aber dafür bekommt man mehr Platz für die Programme. Wie ich schon sagte, die Größe des /home-Verzeichnisses ist abhängig von der Größe der Daten, die später bearbeitet und gespeichert werden sollen.

Eine Festplatte, sehr wenig Platz (ca. 500 MB)

In diesem Fall sollte man die kleine Festplatte nur in max. zwei Partitionen teilen. Mein Vorschlag lautet hier:

Swap - ca. 36 MB
/ (Wurzel)- 450 MB -Rest

Hier kann man einen X-Server einrichten (55 MB), ein paar kleine Programme installieren wie z.B. Netscape (35 MB), Staroffice (150 MB) und ein paar Tools. Hier muss man aber auf die Onlinehilfe und Dokumentation verzichten.

Die kleinste Linux-Installation (ca. 100 MB)

Diese Lösung ist nur zu empfehlen für den Einsatz als Druckserver, Firewall, Gateway fürs Intranet, oder in Ausnahmefällen. Als eine Arbeitsstation, wo alle Programme auf dem Server installiert sind, sollte die Partitionierung hier so aussehen:

Swap - ca. 16 MB
/ (Wurzel)- Rest

Eine Festplatte, sehr viel Platz (ca. 3 GB)

Auf so einem Rechner (heutzutage weniger als Standard) können Sie sehr viele Programme gleichzeitig installieren. Meiner Meinung nach soll die Partitionierung hier so aussehen:

/ - Wurzel - 180 MB
/boot - 5 MB
Swap - 128 MB
/usr - Programme - 1800 MB
/var - 120 MB
/home - Arbeitsverzeichnis- 500 MB (Rest)

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