Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mo, 22. November 1999, 00:00

Ungewollte Einwahlvorgänge vermeiden

Von Michael

Vorwort

Man will eigentlich gar nicht, dass der Server sich einwählt, aber er tut es doch. Ich möchte Ihnen nun kurz erklären, warum es passiert und was das Problem ist. Und danach eine kleine Checkliste geben, wie Sie die meisten Probleme dieser Art wegbekommen. Es ist aber nicht gesagt, dass es nie wieder zu diesen ungewollten Einwahlen kommt. Wenn noch irgendwer eine Lösung sieht oder einen

Überwachungstools

Um bessere Meldungen vom ISDN zu bekommen, geben Sie bitte folgendes ein: isdnctrl verbose 3 Dann können Sie in /var/log/messages fast alles finden, was mit ISDN zu tun hat. Es werden sogar Telefonate eingetragen. Falls Sie eine Dauerüberwachung brauchen, dann können Sie tail benutzen. Einfach folgendes eingeben: tail -f /var/log/messages Nun können Sie Ihr System auch so über Telnet überwachen. z.B. wenn Sie keinen Monitor haben!

Wie funktioniert Auto-Dialing?

Das Problem liegt ja daran, dass Sie nun Auto-Dialing benutzen. Es passiert im Prinzip folgendes:

Normalbetrieb:

Sie rufen eine Internetseite auf - sagen wir mal die beste deutsche Linux-Seite mit dem KFM. Dann geben Sie ja oben in die URL-Leiste ein: http://www.pro-linux.de/. Nun wird eine Anfrage rausgeschickt. Diese sucht nach eben dem Server und der Seite, die auf ihm ist. Dann liefert der Router die Daten zurück. Nun ist das ja nur möglich, wenn die Verbindung schon steht. Deshalb nimmt ISDN4LINUX Ihnen die Aufgabe ab, selbst zu wählen, z.B. mit isdnctrl dial ippp0. Das ist auch mit dem Modem möglich! Das war ein gewollter Verbindungsaufbau, der nach dem hangup-Timeout wieder auflegt, wenn nichts mehr angefragt wird.

Problemfall: Irgend ein Programm oder ein Daemon wie z.B. Samba baut die Verbindung auf. Das sieht man ja nicht. Es wird also von irgendeinem Programm nach irgendeinem Rechner gesucht. ISDN oder PPP kann nicht unterscheiden, ob die Anfrage (die meist an den Nameserver gerichtet ist) nun von Ihnen kommt, weil Sie eine Adresse eingegeben haben, oder ob das ein Programm war. So, nun haben wir den Salat. Irgendein Übeltäter, der sich nur durch Abklappern der Services finden lässt, macht hier Einwahlen. Das ist einfach, wenn man den Stecker zieht, kann er nicht mehr, nur dann kommen auch Ihre Anfragen nicht mehr raus.

Das war also das vereinfachte Prinzip mit dem Auto-Dialing. Es gibt natürlich Mittel und Wege, die aber für den Heimanwender nicht in Frage kommen.

Übeltäter beim Anwender

Suchen wir eben mal beim Anwender nach den Übeltätern. Was gibt es da denn? Hier die problematischen Programme: Netscape Navigator, Messenger, Composer usw. Warum diese Software immer wieder Einwahlen macht, kann ich nicht so genau erklären. Sie müssen den Client auf jeden Fall neu starten, wenn der Netscape trotz der hier gegebenen Tips Mist baut!

Der erste ist Messenger, das Mailprogramm des Netscape-Communicators. Stellen Sie schon mal den Mailserver richtig ein. Wenn's geht, auch einen News-Server. Dann schalten Sie das automatische Abholen der Mails ab.

Der Navigator selbst. Der Browser lädt standardmäßig eine Internetseite. Dann ändern Sie die Startseite und ersetzen sie durch eine lokale Datei!

Immer noch keine Ruhe? Dann versuchen Sie am besten mal folgendes: Neueren Netscape, KFM oder anderen Browser benutzen!

Ein weiteres Problem sind DNS-Anfragen, die nicht aufgelöst wurden, aber der Browser schon beendet. Das sollten Sie mit dem Stop-Button unterbinden. Einfach vorher Stop drücken.

Auf keinen Fall den Netscape zum Offline-Browsen verwenden, da er, selbst wenn er auf der Festplatte arbeitet, nach home.netscape.com fragt. Warum, weiß ich nicht.

Ich kann nur aus Erfahrung sprechen aber der Netscape Communicator gibt mir immer wieder Rätsel auf. Darum benutze ich den KFM.

Auch Server-Software wie NFS oder Samba können Probleme machen. Checken Sie das!

Samba mal abschalten

NFS nach ungültigen Angaben durchsuchen.

In der Datei /etc/hosts nachsehen, ob alle Rechner eingetragen sind.

Wenn gar nix hift: Einfach mal im Server Forum nachsehen!

Übeltäter am Server

Die üblichen Dienste wie z.B. Samba und NFS

Nicht aufgelöste Rechnernamen. Also /etc/hosts prüfen.

Andere Services prüfen

Wenn nichts hilft

Also Sie benutzen jetzt kein Netscape mehr? Sie haben keine unaufgelösten Rechnernamen? Keine anderen Services die verdächtig sind?

Dann hilft nur, alles einzeln abzusuchen. Alles Unnötige deaktivieren, neu starten, in /var/log/messages nachsehen. Immer wieder einen Service hinzufügen, um das Problem einzugrenzen.

Wenn nichts mehr hilft, eine Kopie des relevanten Zeitabschnittes in /var/log/messages in das Forum posten und mal höflich nachfragen, ob sich jemand diesem Problem gewachsen fühlt!

Kommentare (Insgesamt: 0 || Kommentieren )
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung