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Mo, 22. November 1999, 00:00

Halloween III Test

Von Pawel

Allgemeines

Hallowen III ist eine auf Red Hat 6.0 GPL basierende Distribution. Man kann Halloween bei der ixsoft Softwareentwicklung oder bei Lehmanns Fachbuchhandlung bestellen. Der Preis ohne Versandkosten beträgt 35 DM. Für Inhaber der früheren Versionen entfallen die Versandkosten. Die Lieferung enthält fünf CDs und ein 50-seitiges Booklet, in dem man nachlesen kann, wie man Halloween installiert. Die Beschreibung ist sehr mager.

Die Inhalte der CDs

  1. Installations-CD und Grundpakete
  2. Source zum Grundpaket
  3. RPMs, andere Programme (Powertools)
  4. Source zu CD 3
  5. Kommerzielle Software: WordPerfect, Xi Accelerated X, Cygnus' Source Toolkit, Hopkins FBI, KISDN 0.99.9 (die kommerzielle Software ist entweder zeitbegrenzt oder eine Demoversion mit vermindertem Funktionsumfang, ausserdem ist das WP 8.0 nur in Englisch)

Die Halloween III ist eine Erweiterung von Red Hat 6.0 in folgenden Punkten: KDE 1.1.1, ISDN-Support, einige deutsche Anpassungen, Kernel 2.2.9, Netscape 4.60 und eine Reihe von zusätzlichen Tools.

[Halloween III]

Pawel Deska

[Halloween III]

Installation

Die Installation ist an sich ziemlich einfach. Die CD ist bootfähig und fast alle Systemkomponenten werden automatisch erkannt. Besonders beeindruckend ist das beim X-Server. Die Grafikkarte wird automatisch erkannt und der passende X-Server wird installiert. Lediglich die Farbtiefe und die Auflösung, mit der man arbeiten möchte, muss man durch ein paar Mausklicke einstellen. Hier muss ich aber sagen, dass diese Einstellungen für meinen Monitor und meine Grafikkarte nicht zufriendenstellend waren, später musste ich den X-Server nochmal mit XF86Setup umkonfigurieren.

Automatisch wurde auch das angeschlossene Modem erkannt, man musste nur bestätigen, dass das Modem an COM1 hängt. Auch beeindruckend ist das Werkzeug zum Partitionieren, "Disk Druid". Mit diesem konnte man die Festplatte kinderleicht partitionieren. Besonders für Anfänger geeignet. Der Drucker funktionierte auch auf Anhieb.

Anders als z.B. bei SuSE lässt sich auch die Soundkarte konfigurieren, ohne einen neuen Kernel zu kompilieren. Man muss nur im Programm "setup" die entsprechende Soundkarte auswählen (neuere Karten werden meist automatisch erkannt), und der Treiber wird als Modul eingebunden. Das einzig Negative an der Installationsroutine ist die Paketverwaltung. Es gibt kein zentrales Programm, wie z.B. SuSE, mit dem man Pakete von der CD nachinstallieren kann. So bleiben nur rpm oder kpackage, mit denen man jedes Paket einzeln installieren muss. Im Vergleich zu SuSE Yast ist das nicht besonders komfortabel. Vor allem, wenn man sehr viele Pakete nachinstallieren will, wird das bei den vielen Paketabhängigkeiten schnell unübersichtlich. Da die Vollinstallation aber nur etwa 1 GB benötigt, sollte man, wenn möglich, alle Pakete installieren.

Praxis

Im beigelegten Booklet gibt keine ausführliche Information, wie man Linux konfiguriert, auch kein Wort über das Tool setup, mit dem man nachträglich einige Einstellungen ändern kann, oder z.B. wie man die Soundkarte konfiguriert. Wenn man in Linux ein bißchen tiefer einsteigen möchte, dann muss man sich einige Extra-Bücher besorgen. Auch Minuspunkte bekommt "Halloween" bei der Auswahl der Grundpakete. Für Einsteiger ist sehr wichtig, ihm anzuraten, was er überhaupt braucht. Auch die Pakete sind nicht besonders sorgfältig ausgewählt. Sogar im KDE-Paket sind einige Sachen nicht enthalten. Zur Verfügung stehen nur stabile Versionen, keine Alpha- oder Beta-Versionen von KDE-Programen. Als Positives muss man sagen, dass die KDE-Oberfläche sehr gut vorkonfiguriert ist. Pluspunkte auch bei dem Tool "linuxconf", das zum Grundpaket gehört. Mit dem man kann fast alles im System konfigurieren. Beim Start kann man zwischen KDE und GNOME wählen.

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