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So, 26. Juli 2009, 00:00

Learning Nagios 3.0

Vorwort

Cover von Learning Nagios 3.0

Hans-Joachim Baader (hjb)

Cover von Learning Nagios 3.0

Nagios ist ein Program für die Überwachung von Systemen und Netzwerken. Es prüft wiederholt die definierten Systeme und Dienste. Dadurch soll es Ausfälle und Fehler früher als die Benutzer erkennen. Es ist ein modulares und flexibles System, das die meiste Arbeit mittels Plugins erledigt.

»Learning Nagios 3.0« will den Lesern beibringen, Nagios mit all seinen Features zu nutzen, von den Anfängen bis zu den fortgeschrittensten Funktionen. Der englisch-indische Verlag Packt Publishing spricht damit eine recht große Zielgruppe an, denn Nagios ist aufgrund seiner Flexibilität bereits weit verbreitet. Sowohl Leser, die noch nichts mit Nagios gemacht haben, als auch solche, die bereits Grundkenntnisse von Nagios haben oder eine Version vor 3.0 eingesetzt haben, können in dem Buch viele nützliche Informationen finden.

Das Buch

Das Buch besitzt ein Softcover und ist äußerlich schön gestaltet. Leider setzt sich das im Innern bei näherer Betrachtung nicht fort. So wurde für den Fließtext eine ungewöhnlich fett wirkende Schrift verwendet, die meiner Meinung nach schwerer lesbar ist als andere. Auch die Abstände zwischen den Wörtern finde ich zu gering, Fettdruck ist ebenfalls schlecht vom normalen Text zu unterscheiden. Wenn man vorher ein Buch mit leichterer Schrift gelesen hat, fällt der Unterschied wahrscheinlich mehr auf als sonst. Mir der Zeit gewöhnt man sich allerdings daran.

Ebenfalls ungewöhnlich ist, dass der Verlag sich entschieden hat, den Text nur linksseitig zu justieren. Das bringt meiner Ansicht nach zusätzliche Unruhe in das Schriftbild. Ein weiterer Kritikpunkt sind die Screenshots, von denen manche wirken, als wären sie ohne weitere Bearbeitung eingefügt worden. Angesichts der Tatsache, dass sie nur schwarzweiß gedruckt wurden, wäre aber eine Aufbereitung für diesen Zweck angebracht gewesen. So sind einige der Abbildungen nur schwer lesbar.

Kapitel 1 »Introduction« führt einige Grundbegriffe ein und weist auf die Vorteile hin, die das Überwachen von Ressourcen bringt. Kapitel 2 »Installation and Configuration« beschreibt die Installation und Grundkonfiguration von Nagios 3.0. Die Installation kann unter vielen Linux-Distribution über die Paketverwaltung vorgenommen werden. In diesem Fall beschränkt sich der Aufwand zur Installation auf wenige Befehle. Doch der Autor beschreibt auch den Download des Quellcodes und die Installation aus diesem Quellcode im Detail. Dabei fällt angenehm auf, dass er auch auf mögliche Fehlersituationen hinweist und spezifische und vielfach hilfreiche Tipps zur Lösung des Problems gibt.

Nach der Installation geht es an die Konfiguration. Hier beschreibt Kocjan zunächst das Zusammenspiel von Nagios 3 mit dem Webserver (hier Apache 2) und die sich daraus ergebenden Rechte, die die verschiedenen Benutzer benötigen. Dann werden die verschiedenen Elemente der Konfiguration von Nagios 3 vorgestellt, und es wird eine einfache Konfiguration mit wenigen Host- und Server-Objekten entwickelt, damit man Nagios 3 ans Laufen bekommt. Alle in Nagios 3 verwendeten Objekttypen sowie Templates und die Vererbung werden kurz vorgestellt.

Kapitel 3 »Using the Nagios Web Interface« gibt einen ersten Einblick in die Weboberfläche. Insgesamt gibt es hier nicht allzuviel beschreiben, was nicht ohnehin offensichtlich ist. Wichtig ist hier, zumindest für manche Anwender, die Erzeugung von Berichten, die an ein paar Beispielen gezeigt wird, aber auch ziemlich intuitiv ist.

In Kapitel 4 gibt der Autor einen Überblick über Nagios-Plugins. Hauptsächlich geht es darum, welche Plugins es gibt und welche Argumente sie besitzen. Kurze Beispiele zeigen, wie man Kommandos und Dienste definiert, um sie zu verwenden.

Kapitel 5 »Advanced Configuration« gibt wertvolle Hinweise für die Konfiguration im Hinblick auf die spätere Wartbarkeit und Erweiterbarkeit. Es wird erklärt, wie Hosts von anderen Hosts und Dienste von anderen Diensten und Hosts abhängen können. Mit solchen Definitionen verhindert man, dass Nagios Checks durchführt, die aufgrund eines Ausfalls einer anderen Komponente sowieso zum Scheitern verurteilt sind. Weitere Themen sind die planvolle Verwendung von Templates und eigenen Variablen und der Umgang mit »Flapping« - Diensten, die in kurzen Abständen wiederholt ihren Status wechseln.

Auch Kapitel 6 »Notifications and Events« ist fortgeschrittener Stoff. In diesem Kapitel wird gezeigt, in welchen Zeitintervallen Benachrichtigungen ausgelöst werden, wenn ein Check fehlschlägt, ebenso wird die Definition von Eskalationen behandelt. Dann werden die externen Kommandos eingeführt, die Nagios durch Schreiben in die Nagios-Pipe steuern können. Eine weitere Klasse von externen Kommandos sind die Event-Handler, die natürlich auch als simple Shell-Skripte implementiert werden können. Dies alles zusammen kann zur Definition von adaptiver Überwachung verwendet werden.

Die nächsten Kapitel erweitern die Überwachung, die bei vielen Plugins auf den lokalen Rechner beschränkt ist, auf andere Rechner im Netz. Den Anfang macht in Kapitel 7 »Passive Checks and NSCA« eben dieses NCSA. Auch hier wird wieder auf die Konfiguration ebenso eingegangen wie auf die Fehlersuche. Da NSCA kein Standard-Plugin ist, muss es installiert werden, was dieses Kapitel ebenfalls beschreibt. Auch die Sicherheit wird angesprochen.

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