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Do, 18. Juni 2009, 09:48

Brennstoffzellenauto »Urban Car« ist umweltfreundlich und Open Source

Riversimple hat mit dem Brennstoffzellenauto »Urban Car« nicht nur einen umweltfreundlichen Stadtflitzer vorgestellt, sondern auch alle Pläne und Daten des Autos ins Internet gestellt.

Britisches Brennstoffzellenauto für kleine und mittlere Städte

Riversimple

Britisches Brennstoffzellenauto für kleine und mittlere Städte

Wer will, kann so auf der bereits getanen Arbeit aufbauen und das Gefährt selbst weiterentwickeln. Riversimple verspricht sich davon innovative Ideen, mehr Sicherheit und eine verkürzte Entwicklungszeit.

Der Urban Car ist ca. 1,50 Meter lang und wiegt 350 kg. Dank seines geringen Gewichts, dem Brennstoffzellenantrieb und modernster Technik verbraucht das Auto nur einen Liter Treibstoff auf 100 Kilometer und produziert neben viel Dampf ca. 30 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Herkömmliche Autos blasen das Fünffache davon in die Umwelt. Die Wasserstoffbrennzelle erzeugt eine Leistung von 6 Kilowatt und treibt vier Elektromotoren an. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h, was in Städten vollkommen ausreichend ist. Um die Versorgung mit Treibstoff zu sichern, hat Riversimple ein Abkommen mit dem Gas-Produzenten BOC geschlossen, welcher in den Städten mit Prototypen die Gefährte mit Treibstoff versorgt. Eine Tankfüllung reicht für 322 km, dann muss eine Gas-Zapf-Säule angesteuert werden. Energie, die beim Bremsen gewonnen wird, speichert der Urban Car in Kondensatoren und speist sie beim Anfahren wieder in das System ein. Das Auto besteht ausschließlich aus Stoffen, die zu 100 Prozent recyclebar sind.

Riversimple hat den Urban Car innerhalb von neun Jahren entwickelt. Die Serienproduktion soll 2013 vom Band rollen. Bis es soweit ist, will der Hersteller noch 20 Prototypen in den Alltagstest schicken. So ungewöhnlich wie das Auto sind auch die Pläne für den Vertrieb. Riversimple will den Wagen mit Platz für zwei Personen nicht verkaufen, sondern für monatlich 200 Britische Pfund (ca. 235 Euro) verleasen. Im Preis sollen Miete, Reparaturen und Treibstoff enthalten sein. Will ein Fahrer das Fahrzeug nicht mehr, kann es an den nächsten Interessenten weitergereicht werden.

Um die Entwicklung des Urban Cars voranzutreiben, hat Riversimple alles, was mit dem Auto zu tun hat, veröffentlicht. Die vom Unternehmen gegründete nicht gewinnorientierte Organisation 40 Fires Foundation hat unter dem Projektnamen »The Hyrban« Plane und Spezifikationen des Brennstoffzellenautos veröffentlicht. Die Idee hinter dieser Aktion ist, dass das Auto in kleinen Werkstätten produziert werden kann. Ebenso ist es auf diese Weise möglich, den Kleinwagen an lokale Gegebenheiten anzupassen und aus in der Nähe produzierten Bauteilen und Materialien zu fertigen. Prinzipiell könnte jeder Bastler das Gefährt in der heimischen Garage nachbauen und weiterentwickeln. Weiterentwicklungen müssen ebenfalls Open Source sein und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, was die Entwicklung signifikant beschleunigen und frische Ideen in das Projekt bringen kann.

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