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Mi, 21. November 2012, 16:00

Software::Multimedia

Netflix inoffiziell unter Linux einsetzbar

Der US-amerikanische Video-Streaming-Service Netflix soll, glaubt man den Gerüchten, bald auch bei uns Videos in die Wohnzimmer senden. Da kommt die Nachricht, dass Netflix jetzt inoffiziell auf Linux lauffähig ist, gerade recht.

Internet

Netflix expandiert derzeit in Europa. Bisher nur in England und Irland präsent, wird Netflix seinen Dienst ab dem Jahresende auch in Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland anbieten. Misst man den Jobangeboten von Netflix, in denen unter anderem auch Übersetzer für Deutsch gesucht werden, Bedeutung bei, so könnte auch ein Start in Deutschland bevorstehen.

Seit Jahren bitten Kunden des Streaming-Dienstes den Anbieter um eine Linux-Version der Software. Netflix hat auch des Öfteren versprochen, eine native Linux-Version zu liefern, allerdings kamen zuletzt eher negative Aussagen. Mindestens genauso lange versuchen Anwender, Netflix mit Hilfe von WINE zum Laufen zu bekommen und sind bisher immer gescheitert. Die einzige Möglichkeit bisher, Netflix unter Linux zu benutzen, war die Virtualisierung. Das ist aber aus mehreren Gründen nicht ideal. Einerseits kommt schwache Hardware dabei schnell an ihre Grenzen. Außerdem wird eine Windows-Lizenz benötigt.

Die Netflix-Software setzt auf der Microsoft Silverlight-Technologie auf, die unter Linux nativ nicht läuft. Die Erweiterung für Webbrowser ermöglicht die Ausführung von Rich Internet Applications und ist nur für Windows und Mac OS X erhältlich. Zwar bietet Novell in Zusammenarbeit mit Microsoft Moonlight an. Der an der Entwicklung beteiligte frühere Gnome-Entwickler Miguel de Icaza kündigte jedoch im Mai 2012 die Einstellung des Projekts an.

Wie das US-amerikanische Technik-Blog The Var Guy berichtet, hat kürzlich der Open-Source-Entwickler Erich Hoover die verbliebenen Probleme gelöst. Die Erstellung der Software aus dem Quellcode artete jedoch in eine Patch- und Kompilier-Session aus, der nicht jeder Anwender gewachsen ist. Deswegen ist es erfreulich, dass jetzt ein PPA existiert, das ein installierbares Paket für Ubuntu (32 Bit) beinhaltet, welches auch auf anderen Distributionen funktionieren sollte. Auf der Webseite iheartubuntu findet sich eine Installationsanleitung für das PPA. In dem Artikel finden sich auch einige Tipps, die man vor der Installation dringend lesen sollte. Auch in den bereits über 240 Kommentaren finden sich wertvolle Tipps. Die auf WINE aufsetzende Umsetzung scheint noch etwas fehleranfällig zu sein, aber je mehr Nutzer die Software testen, desto schneller sollten die Probleme ausgebügelt sein.

Vielleicht regt ja diese inoffizielle Umsetzung des Netflix-Client den Ehrgeiz der Programmierer bei Netflix dazu an, jetzt doch noch einen nativen Linux-Client zu erstellen.

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