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Mo, 24. Februar 2014, 08:06

Software::Video

Video-Editor Pitivi startet Spendenkampagne

Das Pitivi-Projekt will mit Crowdfunding die Version 1.0 erreichen und möglicherweise zusätzliche Funktionen einbauen. 100.000 Euro sind das Ziel, das es einigen Entwicklern ermöglichen würde, mehr Zeit für den freien Video-Editor aufzuwenden.

Pitivi ist ein von Gnome geförderter nichtlinearer Video- und Audio-Editor. Er soll einfacher zu benutzen sein als Schwergewichte wie Cinelerra. Er verwendet das Multimedia-Framework von GStreamer. Aktuell hat das Projekt noch nicht die Version 1.0 erreicht, wird aber trotzdem schon für einige Produktionen eingesetzt.

Andere freie Video-Editoren machten bereits vor, wie man mit einer Crowdfunding-Kampagne die Entwicklung voranbringen kann. Kdenlive sammelte im März 2012 die bescheidene Summe von 7500 US-Dollar und konnte damit in Version 0.9 einige neue Funktionen einbauen. Aktuell ist allerdings unklar, wie die Entwicklung weitergeht, nachdem der Hauptentwickler wohl das Projekt verlassen hat. OpenShot erzielte im April 2013 45.000 US-Dollar statt der gewünschten 20.000, womit alle geplanten Funktionen verwirklicht werden sollen. Aktuell hat Version 2.0, der auf Qt portierte Nachfolger der fast zweieinhalb Jahre alten Version 1.4, noch nicht einmal den Alphastatus erreicht, die Entwicklung läuft aber noch.

Die Kampange von Pitivi setzt sich als Minimalziel 35.000 Euro und hofft auf 100.000. Mit dem Geld sollen Entwickler bezahlt werden, die Pitivi so weit stabilisieren, dass es als Version 1.0 veröffentlicht werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, soll die Qualitätssicherung verbessert werden. Es sind noch viele Fehler zu korrigieren und auch die Dokumentation soll verbessert werden. An Funktionen dürfte Pitivi bereits genug bieten, und mit zahlreichen Plugins lässt sich das Programm noch erweitern.

Werden mehr als 35.000 Euro eingenommen, wollen die Entwickler zusätzliche Funktionen implementieren. Die Funktionen, deren Implementierung jeweils nur einige tausend Euro kostet, sind auf der Kampagnen-Seite aufgezählt.

Die Spendenkampagne läuft über die Gnome Foundation, wo im Gegensatz zu kommerziellen Crowdfunding-Plattformen weniger Provision für die Plattform anfällt (7% gegenüber 10 bis 13% nach Angaben des Projekts). Für US-Bürger sind die Spenden zudem steuerlich absetzbar.

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