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Do, 16. Oktober 2014, 14:10

Gesellschaft::Wirtschaft

OSBA und OSBF erklären geplante Fusion für gescheitert

Der Vorstand der Nürnberger Open Source Business Foundation um Richard Seibt hat die Verhandlungen um einen Zusammenschluss mit der Stuttgarter Open Source Business Alliance abgebrochen. Der seit langem geplante Zusammenschluss ist damit gescheitert.

OSBF - www.osbf.eu

Der Vorstandsvorsitzende der OSB Alliance ist über den Abbruch der Gespräche enttäuscht, unter anderem, weil auf beiden Seiten bereits viel Energie in die Vorbereitung zur geplanten Fusion geflossen sei. In der Tat musste die OSBA eine ursprünglich am 25. Juni geplante außerordentliche Mitgliederversammlung zur Abstimmung über die Fusion schon im Mai dieses Jahres absagen, obwohl laut Aussage der OSBA schon damals »faktisch sämtliche Fragen der zukünftigen Struktur und der geplanten Arbeitsschwerpunkte geklärt, sowie Verträge von den meisten Vorstandsmitgliedern beider Vereine unterschrieben waren.«

Stein des Anstoßes und damit Hauptgrund für das Stocken der Fusionsverhandlung sowie die jetzige Absage des Zusammenschlusses durch den Vorstand der OSBF war damals wie heute die Initiative »Deutsche Wolke« der Open Source Business Alliance. Die formalen Fusionsvorbereitungen waren daher im Mai ausgesetzt worden, man wollte aber weiter miteinander reden. Was die Initiative »Deutsche Wolke« der gleichnamigen OSBA-Arbeitsgruppe betrifft, sei der Name laut Richard Seibt »strategisch falsch gewählt, aus Marketingsicht ungeeignet, international ausgrenzend und zu leicht hinsichtlich rechtsnationalem Gedankengut fehlinterpretierbar«. Allerdings ergänzt der stellvertretende OSBA-Vorsitzende und Vizepräsident für Business Development bei der »Deutsche Wolke« Thomas Uhl, dass man die alte OSBA-Arbeitsgruppe auf Drängen der OSBF ohnehin bereits in »Cloud Computing« umbenannt hatte.

Der Name »Deutsche Wolke« ist zwar in der Tat unglücklich gewählt und die Assoziation zwischen alter und neuer Bezeichnung ebenso unglücklich, trotzdem halten Insider den Grund für die Absage der geplanten Fusion für vorgeschoben. Einerseits wird niemand der OSBA nationalistisches Gedankengut unterstellen und andererseits löst ein Projekt wie die Wolke ohnehin kein einziges der Probleme, vor denen Deutschland und Europa im Zusammenhang mit der NSA-Bespitzelung stehen. Beobachter bedauern, dass die an sich vernünftige Fusion jetzt an Kleinigkeiten und Haarspaltereien scheitert.

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