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Di, 27. Januar 2015, 08:30

Gesellschaft::Wissenschaft

Portugal: Staatliche Forschungseinrichtung empfiehlt Open Source

Freie Software ist zuverlässiger, stabiler und flexibler als proprietäre, sagt die staatliche Forschungseinrichtung LNEC und empfiehlt, auf proprietäre Produkte zu verzichten.

Mirko Lindner

Ein Plädoyer für Open Source hielt João Marcelino, ein Mitarbeiter des Nationalen Labors für Ingenieurswesen LNEC, auf einer Konferenz über Open Source und offene Standards. Die Konferenz wurde von Portugals Behörde für die Modernisierung der Verwaltung und der Open Source-Organisation ESOP veranstaltet.

Der Ingenieur beschrieb freie Software als zuverlässiger, stabiler und flexibler als proprietäre. Weitere Vorteile seien die Möglichkeit, den Quellcode zu untersuchen, auch auf Sicherheit hin, die Einsparung von Lizenzkosten und die Möglichkeit, ältere Hardware weiter zu verwenden. Sogar sehr alte Rechner werden von dem Institut noch verwendet, und zwar für einfache Aufgaben wie Meßwerterfassung.

Dank der wachsenden professionellen Unterstützung spricht laut Marcelino nichts mehr gegen Open Source. Seine Organisation setzt allerdings immer noch viel proprietäre Software ein, was an früheren Vorurteilen und der bürokratischen Trägheit bei der Umstellung liege.

Generell würde Marcelino für alles freie Software verwenden. Beispiele sind Python, das zusammen mit mathematischer Software wie Code_Aster und Salome für die Analyse komplexer Strukturen eingesetzt wird. Auf Linux-Workstations werden die Python-basierten mpi4py und PyOpenCl eingesetzt, um Vorhersagen der Küsten-Hydrologie, Wasserqualität, der Konsequenzen von Ölunfällen oder der Wellenwirkung zu machen. DSpace kommt zum Zugriff und zur Verwaltung der Studien und Berichte zum Einsatz. Zu den weiteren genutzten Programmen gehören Freemind und Octave neben den bekannten Standardprogrammen Gimp, LibreOffice, Thunderbird und Firefox.

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