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Fr, 14. August 2015, 09:44

Software::Spiele

»Divinity: Original Sin« für Linux weiterhin in Arbeit

Wie das hinter dem letztjährigen Spielehit stehende Studio bekannt gab, wird das Unternehmen die bereits seit einem Jahr angekündigte Linux-Variante des Spiels »Divinity: Original Sin« erst mit der Freigabe der Enachanced-Version liefern können. Erste Screenshots sollen die Existenz verdeutlichen und die verärgerten Spieler milde stimmen.

»Divinity: Original Sin« unter Linux

Swen Vincke

»Divinity: Original Sin« unter Linux

Bei »Divinity: Original Sin« handelt es sich um ein Fantasy-Rollenspiel des belgischen Entwicklers Larian Studios. Schauplatz des mittlerweile fünften Spiels der Divinity-Reihe ist auch diesmal die Fantasywelt Rivellon. Die Handlung setzt dabei auf die Ereignisse des Serienerstlings »Divine Divinity« auf. Im Mittelpunkt stehen die beiden Spielercharaktere, ein Kämpfer und eine Jägerin, deren Fähigkeiten und Talente der Spieler zu Beginn des Spiels in verschiedene Richtungen entwickelt. Die Figuren sind Quelljäger, Mitglieder einer Ordnungstruppe, die gegen die Anwendung verbotener Magie vorgeht. Die Heldengruppe besteht dabei aus maximal vier Figuren, wobei der Spieler die zwei Hauptcharaktere steuert - Im Koop-Modus bestimmt der Mitspieler über den zweiten Charakter.

Nachdem Larian am 27. März 2013 auf der Onlineplattform Kickstarter eine Crowdfunding-Kampagne für das Spiel startete, konnte das Unternehmen mehr als eine Million US-Dollar von privaten Unterstützern einsammeln. Im Januar machte der Hersteller das Spiel über das Early-Access-Programm von Steam verfügbar, wodurch das Entwicklungsbudget am Ende auf vier Millionen US-Dollar anstieg. Als offiziell unterstützte Plattformen wurden neben Windows und Mac OS X auch Linux genannt.

Über ein Jahr nach der Freigabe des Spieles warten die Linux-Nutzer allerdings immer noch auf das versprochene Spiel. Zwar hat Larian die Spielerschaft zu Weihnachten vertröstet und eine Verzögerung verkündet, doch keiner der Schwarminvestoren durfte mit solch einer langen Verzögerung rechnen. Der Hersteller selbst erklärte das mit Problemen mit der Engine, die erstmals an Linux angepasst werden müsse. Schlussendlich verkündete er aber, Linux erst bei der Freigabe der »Enhanced Edition« zu unterstützen. Das Problem dabei – wann mit der »Enhanced Edition« zu rechnen ist, will Larian ebenfalls nicht sagen. Das Unternehmen spricht von einem Release-Termin, »wenn es fertig ist«.

Fotostrecke: 6 Bilder

»Divinity: Original Sin« unter Linux
Spielszene aus »Divinity: Original Sin«
Spielszene aus »Divinity: Original Sin«
Spielszene aus »Divinity: Original Sin«
Spielszene aus »Divinity: Original Sin«
Kaum verwunderlich deshalb, dass unter der Linux-Spielerschaft und den Schwarminvestoren, die Linux als Plattform nutzen, die Stimmung als »unterkühlt« gilt. Mittlerweile machen nicht selten Gerüchte die Runde, wonach das Spiel nie für das freie Betriebssystem erscheinen wird. Larian dementiert das und zeigt zum Beweis einen Screenshot aus dem Spiel. Viel ist allerdings nicht zu sehen.

Darüber, ob die Vorstellung eines Screenshots tatsächlich die Fortschritte dokumentieren soll oder eher handfeste finanzielle Gründe hat, darf spekuliert werden. Denn bei Larian bahnt sich in der Zwischenzeit etwas Neues an. Schon bald will das Unternehmen eine neue Finanzierungskampagne für den zweiten Teil starten. Schlechte Publicity aus dem Linux-Lager kann das Unternehmen deshalb nicht gebrauchen. Ob ein Screenshot die Spieler allerdings besänftigt, die »Divinity: Original Sin« finanzierten und immer noch auf ihr Spiel warten, darf bezweifelt werden.

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