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Fr, 2. Juni 2017, 08:55

Software::Distributionen

Rettungsdistribution Grml 2017.05 setzt auf Systemd

Die Entwickler des auf Debian Testing basierenden Grml haben ihr an Systemadministratoren gerichtetes Live-System in der Version 2017.05 veröffentlicht. Grml enthält viele Kommandozeilenwerkzeuge, mit denen Anwender beschädigte oder nicht korrekt funktionierende Systeme wieder reparieren können.

Grml 2017.05

grml.org

Grml 2017.05

Grml, eine Linux Live-CD für Systemadministratoren und Texttool-Anwender, ist in Version 2017.05 unter dem Codenamen »Freedatensuppe« verfügbar. Das System wurde in der neuen Version um diverse neue Funktionen erweitert und von diversen Fehlern befreit. Eine der einschneidendsten Änderungen stellt der Umstieg von file-rc auf Systemd als Init-System dar. Als Grund nennen die Entwickler neben einer besseren Möglichkeit, das Startverhalten der Distribution zu beeinflussen, auch eine Angleichung an Debian und die damit einhergehenden Vorteile bei der Pflege der Software. Zudem unterstützt die Distribution, gemäß einer früheren Entscheidung des Debian-Teams, keine Prozessoren der alten 586-Prozessorklasse mehr. Die Änderung trifft unter anderem Anwender der Intel Pentium-CPUs genauso wie Nutzer von AMD K5, K6, K6-2 und K6-3 sowie VIA C3, IDT Winchip C6, Winchip 2 und Rise mP6. Nicht betroffen von der Änderung dürften Nutzer von AMD Geode sein.

Weitere Änderungen von Grml 2017.05 umfassen Verbesserungen verschiedener Werkzeuge. grml2usb unterstützt neben EFI-Systemen auch eine Installation auf Geräten, deren USB-Signatur nicht gefunden wurde. grml-live, ein Werkzeug zur Erstellung von Grml-basieren Live-Systemen, bietet neben Unterstützung für Systemd auch die Möglichkeit, Pakete mit einer älteren Version zu installieren, und nutzt für die Installation apt. Zudem bietet das Werkzeug eine Unterstützung für netboot.xyz sowie SHA-256- und SHA-512-Hashes. grml-hwinfo kann besser mit Cron zusammenarbeiten und grml-zshrc nutzt unter anderem für die Log-Anzeige die Werkzeuge von Systemd. Eine Reihe von Änderungen floss zudem in grml-debootstrap, welches für die Installation von Debian verwendet wird. Das Werkzeug unterstützt Debian Stretch und bietet neben einer EFI-Unterstützung auch eine verbesserte Partitionshandhabung.

Grml 2017.05 basiert auf einem Kernel 4.9.29 und ist in zwei Varianten jeweils für 32-, 64-Bit- oder beide Architekturen erhältlich. Neben der vollständigen Grml-Version haben die Entwickler mit Grml Small auch eine funktionell entschlackte Variante zusammengestellt. Small bringt als ISO 280 MB anstelle von 600 MB auf die Waage und enthält ein reines Grundsystem, das Anwender unter anderem als Grundlage nutzen können. Beide Varianten können von verschiedenen Spiegelservern heruntergeladen werden.

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Kommentare (Insgesamt: 10 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: uefi (mika, Di, 6. Juni 2017)
Re[2]: uefi (user, Sa, 3. Juni 2017)
Re[2]: uefi (user, Sa, 3. Juni 2017)
Re: uefi (mika, Sa, 3. Juni 2017)
uefi (user, Sa, 3. Juni 2017)
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