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Di, 10. Dezember 2002, 00:29

Linux in Largo voller Erfolg

Mehr als ein Jahr ist es her, daß die Stadt Largo in Florida als eine der ersten ihre Verwaltungsrechner auf Linux umstellte und damit für Schlagzeilen sorgte.

Anlaß für die Newsseite »NewsForge«, in Largo nach dem Stand der Dinge zu fragen. Vor einem Jahr waren mehrere hundert Windows-Rechner entsorgt und durch Linux ersetzt worden. Dabei kamen überwiegend Thin Clients zum Einsatz, die keine beweglichen Teile haben und daher eine lange Lebensdauer erwarten lassen. Sie können KDE 2 problemlos ausführen mit ausreichender Leistung für die täglichen Verwaltungsausgaben.

Vor kurzem konnte die Stadt sogar gebrauchte Thin Clients über Ebay ersteigern und damit weiteres Geld sparen. Daß es nicht die neuesten Modelle waren, störte dabei nicht, da die Leistung immer noch ausreichte.

Störungen im Rechnerbetrieb sind in dieser Konfiguration eine Seltenheit. Fünf Systemverwalter betreuen in Largo über 450 Client-Rechner, die Server und ca. 800 Benutzer. Dabei bleibt ihnen noch genug Zeit, über die Zukunft und den Ausbau der städtischen IT und über weitere Kosteneinsparungen nachzudenken.

Da es mit keinen nennenswerten Kosten verbunden ist, ein paar zusätzliche Thin Clients aufzustellen (anders als bei Windows-Clients), wurden einige dieser Geräte in den Pausenräumen installiert, wo die Mitarbeiter nach Belieben im Internet surfen können. Dies soll verhindern, daß in der Arbeitszeit zu viel gesurft wird.

Eine neue Idee ist der Einsatz von Linux in den Polizeiwagen der Stadt. Da Laptops in diesem Einsatzgebiet schnell ausfallen, denkt man über Tablet PCs nach, die fest in die Wagen eingebaut werden. Sie sind als Thin Clients unter Linux mit dem zentralen Server verbunden. Die Idee könnte 2004 oder 2005 ausgereift genug für den praktischen Einsatz sein.

Largo gibt im Jahr 1,3% seines Haushalts für die Informationstechnik aus. Die durchschnittliche kleine Stadt in den USA benötigt dafür 3% oder mehr, wenn sie mit Windows ausgestattet ist. Auch in Largo gibt es noch rund 100 Windows-PCs, hauptsächlich als Rechner ohne Serveranbindung an verschiedenen Orten der Stadt. Auch einige Macintosh-Rechner sind vorhanden.

Ein Nachteil oder auch Ärgernis ist, daß viele andere Kommunen ihre Internet-Applikationen, die sie mit anderen Kommunen wie Largo teilen sollten, mit Visual Basic oder ActiveX erstellen. Die Benutzung dieser Applikationen würde den Internet Explorer erfordern, der sich in Largo verbietet, weil er Windows-Lizenzen erfordern und damit die Einsparungen untergraben würde.

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Kommentare (Insgesamt: 17 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Mit Mono (.net) wird es besser (dev_null, Mi, 11. Dezember 2002)
WOW! (Kai Lahmann, Mi, 11. Dezember 2002)
Re[2]: Schickt die dt. Beamten nach Largo... (Fred, Mi, 11. Dezember 2002)
Mit Mono (.net) wird es besser (Dr. Funfrock, Di, 10. Dezember 2002)
Re: RISIKO (nufap, Di, 10. Dezember 2002)
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