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Mo, 28. Juni 2004, 21:49

Unternehmen

Sun gibt Neuerungen bekannt

Zum Auftakt der diesjährigen Entwicklerkonferenz JavaOne hat Sun neben einer neuen Version von Java auch Pläne vorgestellt, die Projekte Looking Glass, Java-3D-API sowie JDNC und JDIC unter eine Open-Source-Lizenz zu stellen.

Bereits vor einem Jahr machten die ersten Gerüchte die Runde über ein neues, revolutionäres Desktop-System für Linux und Solaris von Sun. Das unter dem Arbeitsnamen »Looking Glass« initiierte Projekt soll die Bedienung »auf den Kopf« stellen - im wahrsten Sinne des Wortes, denn »Looking Glass« verlässt die zweite Dimension und wird dreidimensional. Fenster wie auch der Hintergrund können nicht nur verschoben, sondern auch gedreht, gestaucht und gesteckt werden. Den Benutzern sollen ungeahnte Möglichkeiten zur Verfügung stehen und vor allem, was Sun besonders am Herzen gelegen ist, die Benutzbarkeit grafischer Oberflächen deutlich steigern. Als Grundlage dient, wie Sun auf der Webseite bekannt gibt, die Java-Desktop-Umgebung von Sun.

Wie nun Sun zum Auftakt der Entwicklerkonferenz JavaOne am Montag im Moscone Convention Center von San San Francisco bekannt gab, wird »Looking Glass« als Open Source veröffentlicht. Nähere Angaben zur Lizenz machte das Unternehmen nicht, versicherte aber, daß noch eine Menge Arbeit auf es warte. Medienberichten zufolge plant Sun, eine stabile Version von »Looking Glass« in etwa zwei Jahren zu veröffentlichen. Bis heute schuf das Unternehmen eine komplette 3D Window Manager-Plattform mit dazugehörenden APIs sowie ein natives Applikations-Modul zur Steuerung von X11-Applikationen unter der neuen Umgebung. Zahlreiche Tools, darunter auch ein kleiner Window-Manager, sollen zudem potentiellen Entwicklern erste Beispiele der Anwendung liefern.

Eine zweite Neuerung, die der Konzern zu verkünden hatte, stellt die Veröffentlichung einer neuen Version von Java dar. Ähnlich Solaris 8, das eigentlich Solaris 1.8 heißen müsste, bezeichnet Sun nun auch die neue J2SE 1.5.0 als Version 5.0. Technisch verspricht Sun, mit der neuen Version von Java »die bedeutendste Erweiterung der Java-Plattform« in ihrem Bestehen erschaffen zu haben. Mit über hundert neuen Funktionen, einer Beschleunigung der Programmausführung auf PCs sowie verbesserter Sicherheit stellt die neue Java-Version einen Meilenstein der Entwicklungsgeschichte dar, so Sun. Code-Erweiterungen sollen zudem Programmierern die Fehlersuche erleichtern und für mehr Produktivität bei der Entwicklung sorgen.

Die neue Version von Java wird laut Sun Bestandteil des Java Developer Kit, das bereits nächste Woche an Entwickler abgegeben werden soll. Bereits im Herbst dieses Jahres plant Sun, J2SE 5 der breiten Nutzerschaft von Java vorzustellen.

Im Zuge der Ankündigungen hat Sun weitere Applikationen unter eine Open-Source-Lizenz gestellt. So steht ab sofort die Programmierschnittstelle Java 3D API zum kostenlosen Download bereit. Die unter der Java Research License (JRL) und der Java Distribution License (JDL) veröffentlichte API ermöglicht eine plattformunabhängige 3D-Grafik unter Java und kann ab sofort auf java.net gefunden werden. Eine weitere Ankündigung gibt die JDesktop Netzwerk-Komponenten (JDNC) und JDesktop Integrations-Komponenten (JDIC) frei. JDNC soll laut Sun die Entwicklung von Desktop-Applikationen drastisch vereinfachen und liefert neue User-Interface-Komponenten. JDIC hingegen soll für eine nahtlose Integration von Java-Technologien in die jeweilige Desktop-Umgebung wie Windows XP oder GTK+ sorgen.

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