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Di, 22. März 2005, 22:34

Unternehmen

FSF Europe will Microsoft Beine machen

Da Microsoft offenbar nicht gewillt ist, die Auflagen der Europäischen Union in nächster Zeit zu erfüllen, will die FSF Europe die Sache forcieren.

Die EU-Kommission hatte Microsoft nach einem jahrelangen Kartellverfahren zu einer Strafe von 500 Millionen Euro verurteilt und zur Offenlegung einiger Schnittstellen verpflichtet. Während die Geldstrafe gezahlt wurde, wurde der zweite Punkt bisher weitgehend ignoriert.

Die FSF Europe (FSFE) will diesem »wertlosen Schauspiel« nicht länger zusehen, sondern die Kommission dazu bringen, Strafzahlungen gegen Microsoft zu verhängen, wenn sich das Unternehmen nicht endlich bewegt. Diese sollten fünf Prozent des Nettoumsatzes für jeden Tag betragen, an dem Microsoft die Bestimmungen nicht einhält.

Unterstützt wird die FSFE vom Samba-Projekt, das von mehr Informationen von Microsoft stark profitieren könnte. Jeremy Allison sagte dazu: »Wir wissen genau, welche Informationen benötigt werden, um wenigstens die Möglichkeit zum Wettbewerb wiederherzustellen. Also werden wir diese Erfahrungen nutzen, um der Europäischen Kommission zu helfen.«

Doch Microsoft will seinen Konkurrenten keine Informationen geben, die die Interoperabilität vereinfachen wurden, so scheint es. Nach einem erfolglosen Einspruch beim Europäischen Gerichtshof bot Microsoft ein Lizenzabkommen an, das dazu gedacht war, weitere Hindernisse für den Wettbewerb zu schaffen. Zwar ließ sich die Europäische Kommission in diesem Punkt nicht täuschen, doch die Zeit, die seither vergangen ist, wird der FSFE jetzt endgültig zu viel.

»Jetzt wird es Zeit für die Kommission, aktiv Microsoft aufzufordern, Mittel und Konditionen einzuführen, welche in der Lage sein werden, den Wettbewerb wiederherzustellen. Weitere Verzögerungen sollten nicht länger auf Kosten des europäischen Wirtschaftsraums geschehen. Die Europäische Kommission sollte eine endgültige Frist für Microsoft, ihrem Beschluss und der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs nachzukommen, festsetzen. Sollte Microsoft weiterhin auf Zeit spielen, dann sollte die Kommission die maximale Strafe von fünf Prozent des Nettoumsatzes pro Tag der Nichteinhaltung aussprechen«, so die FSFE in ihrer Mitteilung.

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