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Fr, 29. April 2005, 01:53

Software::Entwicklung

Webbasierter Zugang zu git-Archiven

Die Entwicklung des neuen Änderungsverwaltungs-Systems git für den Kernel macht schnelle Fortschritte, inzwischen ist sogar der Zugang zu den Archiven mit dem Browser möglich.

Linus Torvalds ist offenbar entschlossen, alle weiteren Patches des Kernels mit git zu verwalten. Nachdem er das Tool ins Leben gerufen hat, arbeitete er kontinuierlich an Verbesserungen, die er regelmäßig veröffentlichte und die auch über die neue Webschnittstelle zugänglich sind.

Aufbauend auf dem Code von git entwickelte Petr Baudis ein echtes Versionskontrollsystem, das zunächst git-pasky hieß und seit Version 0.8 cogito heißt.

git selbst ist zwar kein Versionskontrollsystem, zwei Entwickler, Kay Sievers und Christian Gierke, haben nun jedoch eine Web-Schnittstelle entwickelt, wie sie in ähnlicher Form auch für cvs, Subversion, GNU Arch und andere existiert. Sie wird durch das Programm gitweb.cgi realisiert und ist bereits auf kernel.org in Betrieb. Sie erlaubt das Ansehen von Archiven und der Änderungen in Echtzeit und kann auch die Unterschiede zwischen zwei Versionen anzeigen. kernel.org enthält neben dem Haupt-Kernelzweig von Linux Torvalds git-Repositorien für git selbst, cogito, sparse und Kernel-Bäume anderer Entwickler.

Eine andere Webschnittstelle wurde unabhängig davon auf http://grmso.net:8090/ realisiert. Sie enthält nur den Kernelbaum von Linus.

Noch existiert kein vollständiges git-Archiv, das alle Kernel-Versionen seit mindestens 2.6.0 enthält, da Linus Torvalds selbst mit Version 2.6.11 begonnen hat, um den Kernelbaum kleiner zu halten. Vermutlich wird dies bald jemand erledigen. Marcelo Tosatti hat anläßlich der Freigabe von Kernel 2.4.31-pre1 erklärt, daß er in Kürze den gesamten Kernel 2.4 mit der vollständigen Versionshistorie als git-Archiv bereitstellen will.

Ein anderer Entwickler, Matt Mackall, hat zudem ein neues Versionskontrollsystem vorgestellt, das Patches ähnlich wie Monotone oder Bitkeeper verwalten soll. Das Programm besteht derzeit aus nur 1000 Zeilen und hat das Potential, git an Geschwindigkeit noch zu übertreffen, wie erste Benchmarks zeigen. Noch ist Mercurial jedoch nicht optimiert.

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