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Fr, 9. September 2005, 10:18

Gesellschaft::Politik/Recht

Linux-Verband kritisiert ARD wegen Schleichwerbung für Microsoft

Der Linux-Verband hat der Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD) Schleichwerbung für Microsoft vorgeworfen und sie aufgefordert, die in ihrer Wahlberichterstattung implementierten Logos der Firma Microsoft zu entfernen.

Anlass der Beschwerde der Interessenvertretung der im Umfeld des freien Betriebssystems Linux tätigen Firmen ist die Einblendung des Logos in Grafiken mit Umfrage-Ergebnissen, die in verschiedenen Sendungen, so zum Beispiel bei Sabine Christiansen am 4. September gezeigt wurden. Der Verband vermutet, das die gesamte Wahlberichterstattung, soweit sie Grafiken des Dienstleisters dimap/infratest verwendet, zu großen Teilen mit einem dauerhaft sichtbaren Microsoft-Logo ausgestrahlt wird.

»Der Hinweis, Grafik-Sponsoring sei von den Landesmedienanstalten als Information und damit als zulässig bewertet worden, kann als Rechtfertigung nicht akzeptiert werden, da sich dies allenfalls auf Sportsendungen bezieht«, so der Vorsitzende des Linux-Verbandes Elmar Geese. An politische Sendungen könne jedoch laut Geese nicht der gleiche Maßstab angelegt werden. Insbesondere wenn öffentlich-rechtliche Nachrichtensendungen mit Werbung durchmischt würden, leide nach Ansicht des Linux-Verbandes deren Glaubwürdigkeit und Authentizität. Daher sei für die Zuschauer Schleichwerbung eine Beeinträchtigung der politischen Information, urteilt der Linux-Verbandsvorsitzende.

Der Verband prüft laut eigenen Aussagen, welche juristischen Schritte gegen diese »Schleichwerbung in Informations- und Nachrichtensendungen« eingeleitet werden sollen.

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