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Do, 13. Oktober 2005, 11:54

Software::Desktop

Tango: Neues Projekt zur Vereinheitlichung des GNU/Linux-Desktops

Eine Gruppe Künstler und Designer der FOSS-Welt hat sich im Projekt Tango zusammengeschlossen, um dass das äußere Erscheinungsbild des Linux-Desktops zu vereinheitlichen.
Von ThomasS

jimmac.musichall.cz

Auf dem letzten GNOME-Treffen der Entwickler in Boston haben Jacub Steiner und Steven Garitt das Projekt Tango vorgestellt, an dem offenbar eine Gruppe von Designern und Grafikern schon für einige Monate unbeachtet gearbeitet hat. In seinem Webblog erklärt Steiner, dass jedes einzelne freie Software-Projekt für das Erstellen von Icons und anderen grafischen Elementen, die das Erscheinungsbild eines Desktops ausmachen, eigene Richtlinien verfolgt. In der Konsequenz hat dies laut Steiner zur Folge, dass der freie Desktop immer noch sehr inkonsistent auf seine Benutzer wirkt. So wirken beispielsweise Applikationen, entwickelt mit einem bestimmten Toolkit, in der jeweils anderen Desktop-Umgebung oder auf anderen Plattformen eher wie Fremdkörper.Diesem uneinheitlichen Erscheinungsbild haben unter anderem Garett LeSage und seine Mitstreiter nun den Kampf angesagt.

Die Idee ist, dass sich die vielen kreativen Geister der Open-Source-Welt um Standards in der Form einer Basis-Bibliothek von Icons kümmern, die hauptsächlich auf bereits angefangenen Arbeiten von Jacub Steiner beruht. Diese Bibliothek soll nach Auffassung als Basis-Stil für die grafischen Elemente auf dem GNU/Linux-Desktop werden. Des weiteren haben die Tango-Macher einen Style-Guide in Angriff genommen, der noch in seinen Anfängen steckend, Farbentwürfe und Anleitungen zum Erstellen von auf dem Tango-Stil basierenden Icons bieten soll. Das dritte Element stellt eine Spezifikation für das Benennungsschema von Icons dar, das Desktop-Umgebungen übergreifend Verwendung finden soll. Unter anderem hat Rodney Dawes schon eine Menge der notwendigen Arbeit geleistet, so existieren bereits Werkzeuge, die die neuen Tango-Icons-Benennungen auf etablierte Namensschemata in GNOME und KDE übertragen können. Erste Anleihen hat man schon beim Crystal-Stil und saturierten Farben des KDE-Projekt gemacht, für neue Tango-Icons sind das SVG- und das Bitmap-Format vorgesehen. Allerdings betont Steiner, dass die Farben für Tango damit noch keineswegs als endgültig zu verstehen sind. Einen ersten Eindruck vom geplanten Stil kann man hier bekommen.

Das Projekt verweist darauf, dass eine enge Zusammenarbeit mit FreeDesktop.org geplant ist, erste Kontake sind dazu bereits geknüpft. Gegenwärtig scheint aber noch keine der angegebenen Links zum Projekt erreichbar, der Termin für den offiziellen Start ist noch unklar. Hinter den Kulissen scheint man sich noch mit anderen FOSS-Projekten über eine gemeinsame Vorgehensweise zu verständigen.

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