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Di, 10. Oktober 2000, 00:00

CD brennen unter Linux, Tips

Von Pawel

5. Tips

Audio- und Datentracks auf einer CD brennen

Hier kommt das "CD-Extra" Format zum Einsatz. Die einfachste Lösung: Als erstes brennen Sie die Audiotracks im TAO-Modus (Track-at-once), dabei soll die Session nicht abgeschlossen werden. Als nächsten Schritt brennen Sie die Daten im CD-ROM-Modus als Single-Session. Die Session soll abgeschlossen werden.

TAO- oder DAO-Modus

Für Audio-Tracks sollte man DAO-Modus (Disc-at-once) verwenden, das verhindert Pausen zwischen einzelnen Tracks. Leider erlauben nicht alle Brenner dieses Feature. In diesem Modus muss aber auch das System leistungfähig sein. Die wichtigste Rolle spielt hier der interne Puffer. Wenn Sie aber im TAO-Modus brennen müssen, dann sollten Sie die Pause so klein wie möglich setzen. Für Daten-CDs ist das irrelevant.

Brenngeschwindigkeit

Verwenden Sie für das Brennen der Audio-CDs am besten eine niedrige Brenngeschwindigkeit. Der Grund: wenn man schnell brennt, wird die Spur ungenauer, und später kann es sein, dass das CD voll mit Knacksern oder sogar nach einiger Zeit unbrauchbar ist. Die Wurzeln dieses Problems liegen in den 70er Jahren. Damals dachte niemand an eine Fehlerkorrektur für CD-Laufwerke, außerdem waren in der ersten Version die CDs nur für Audiodaten vorgesehen. Für Daten-CDs ist die Fehlerkorrektur sehr wichtig, sogar notwendig. Am Rande: Wegen der Fehlerkorrektur passen auf eine CD ca. 650MB Daten, während es ca. 747 MB Audio sind.

"on-the-fly"

Das Kopieren von CDs (direkt von CD zu CD) geschieht immer "on-the-fly", das heisst ohne die Daten auf die Festplatte zu speichen. Normalerweise können CD-ROM-Laufwerke die Daten mit mehrfacher Geschwindigkeit auslesen, aber wenn es um Audio geht, haben es die CD-ROM-Laufwerke sehr schwer. Fast kein CD-ROM-Laufwerk erreicht wirklich eine einfache Lesegeschwindgkeit für Audio. Deshalb ist es in diesem Fall besser, die Audiotracks erst mit einem Grabber auf die Festplatte zu kopieren und dann zu brennen. Als Grabber kann ich grip empfehlen.

Brennen als User

Da das Brennen ziemlich gefährliches "Werkzeug" verwendet, mit dem man die Festplatte zerstören kann, ist normalerweise das Brennen nur root gestattet. Wenn man aber alleine am Rechner ist und weiß, was man macht, macht es keinen Sinn, sich abzumelden und wieder als root anzumelden, um die CD zu brennen. Einfache Lösung: Das Frontend bekommt das SUID-Bit. Das ist aber keine elegante Lösung. Die elegante Lösung: Man erstellt eine Grupe, z.B. brennis und für User dieser Gruppe wird das Brennen gestattet. Das wird so gemacht (einfach auf der Konsole als root die folgenden Befehle ausführen):

groupadd brennis
usermod -G brennis user
chmod 4711 /usr/bin/cdrecord
chgrp brennis /usr/bin/cdrecord

Wobei: "brennis" - Name der Gruppe, "user" - Name des Users, der brennen darf.

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