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Mi, 2. August 2006, 21:31

Software::Desktop::Gnome

gtk# hält Einzug in GNOME

Das GNOME-Release-Team hat die Komponenten festgelegt, die in GNOME 2.16 enthalten sein werden.

Dabei kam das Team zu der Entscheidung, dass gtk# und Mono, die freie Implementation von Microsofts.NET, als Abhängigkeit für GNOME-Anwendungen in den Bereichen »Admin« und »Desktop« zugelassen werden.

Das Team ist sich bewusst, dass diese Wahl nicht jeden zufrieden machen wird. Sie war offenbar ähnlich umstritten wie vor einiger Zeit die Entscheidung für Evolution als Mailclient oder der Vorzug des Webbrowsers Epiphany gegenüber Galeon.

Ganz soll die Tür zu gtk# aber anscheinend doch noch nicht geöffnet werden. Komponenten, die bislang keine Abhängigkeit zu gtk# besaßen, sollen nur nach Durchlaufen eines Vorschlagsprozesses in späteren GNOME-Versionen die gtk#-Bibliothek nutzen dürfen. Damit setzte sich die Fraktion der Entwickler durch, die sich die Möglichkeit offen halten wollen, gtk# ohne große Mühe wieder aus GNOME entfernen zu können.

Die erste und bisher einzige auf gtk# aufbauende Anwendung, die in GNOME einzieht, ist Tomboy. Diese Post-It-ähnliche Anwendung wird von einigen Linux-Distributoren bereits jetzt mitgeliefert. Eine ähnliche Funktionalität bietet das Programm »Sticky notes«, das in GNOME 2.16 noch enthalten sein wird, aber nicht mehr genutzt werden sollte.

Weitere Komponenten, die in GNOME 2.16 erscheinen werden, waren wenig umstritten. Orca, ein Hilfsprogramm zum Lesen und Vergrößern des Bildschirms für sehbehinderte Benutzer, wird dabei sein und voraussichtlich Gnopernicus ersetzen. Der Menü-Editor Alacarte wird dem bisherigen einfachen Menüeditor deutlich überlegen sein. Gnome-power-manager schließlich rundet die Desktop-Umgebung mit den Einstellmöglichkeiten für die Energieverwaltung ab.

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