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Di, 10. Juli 2007, 17:53

Software::Netzwerk

Samba ab nächster Version unter GPLv3

Die Entwickler des freien Datei- und Druckservers Samba haben bekanntgegeben, von der nächsten Version an die GPL und LGPL in den neuen Versionen zu nutzen.

Samba steht bisher, wie etwa zwei Drittel aller freien Softwareprojekte, unter der GPL. Nachdem die Free Software Foundation (FSF) den Text für die nächste Version der Lizenz (GPLv3 und die davon abgeleitete LGPLv3) freigegeben hat, bleibt lediglich die Frage, ob viele Projekte die GPLv3 auch nutzen werden. Nachdem einige FSF-Projekte die Lizenz bereits geändert haben und die Änderung für alle anderen FSF-Projekte in der nächsten Zeit ansteht, will auch das Samba-Projekt zur neuen Lizenz wechseln, die nach Meinung des Teams besser an die heutigen Bedingungen angepasst ist.

Um den Benutzer einen klaren Anhaltspunkt zu geben, soll die erste Samba-Version, die unter der GPLv3 steht, die Nummer 3.2.0 tragen. Die aktuelle Version 3.0.25b verbleibt unter der GPL wie bisher und wird nötigenfalls noch Korrekturen erhalten, jedoch keine neuen Features mehr.

Die GPLv3 versucht, neben einer grundlegenden Überarbeitung und Klarstellung der Formulierungen, auch auf zwei Entwicklungen zu reagieren, die bei der letzten Anpassung der GPL vor 15 Jahren noch kaum absehbar waren und von der FSF als Bedrohung für die Freiheit der freien Software angesehen werden: Die Verbindung der Software mit Schlüsseln, die eine Ausführung von veränderten Versionen unmöglich machen, und Softwarepatente. Allerdings waren diese beiden Punkte umstritten, da nicht jeder die Meinung teilt, dass man mit Lizenztexten gegen sie vorgehen sollte.

Dennoch haben binnen weniger als zwei Wochen bereits mehr als 120 Projekte die Lizenz auf GPLv3 umgestellt oder wurden unter der neuen Lizenz begonnen. Andere wie der Linux-Kernel werden voraussichtlich auf absehbare Zeit bei der GPLv2 bleiben.

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