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Mi, 27. Januar 2010, 16:39

Hardware

OpenPrinter-Projekt will Open-Source-Drucker bauen

Microcontroller, Steuerung, Bussysteme - Technologie, die vor wenigen Jahrzehnten noch Ingenieuren in Entwicklungsabteilungen vorbehalten war, ist heute oft für wenig Geld oder sogar kostenlos verfügbar. Ist die Zeit nun reif für den ersten Open-Source-Drucker?

Wer ausreichend freie Zeit und wenige hundert Euro zur Verfügung hat, kann heutzutage mit Standard-Materialien und fertigen Bauteilen Erstaunliches leisten: 3D-Drucker, Selbstbau-CNC-Fräsen oder ferngesteuerte Fluggeräte sind für jeden Interessierten frei zugänglich. Nun soll ein weiterer Alltagsgegenstand fallen: Der 2D-Papier-Drucker, trotz aller Versprechungen rund um das »papierlose Büro« immer noch jedes Jahr millionenfach verkauft.

Kommerzielle Drucker für den Hausgebrauch sind zwar auf den ersten Blick meist billig, ziehen jedoch hohe Kosten in Form von Tinten-Patronen nach sich. Zusätzliches Manko sind fehlende Ersatzteile, schlechte Treiber, fehlende Unterstützung für freie Betriebssysteme und fehlende Netzwerkanbindung - die Einrichtung eines Druckers für mehrere Nutzer gerät zum Geduldsspiel.

Das OpenPrinter Project startete vor zwei Wochen einen Testballon: Ist es möglich, einen Schwarzweiß-Drucker mit akzeptabler Auflösung auf Basis von Standard-Materialien und generischer Tinte bzw. Toner zu planen? Mit einem Budget von maximal 400 US-Dollar und innerhalb von 60 Tagen?

Bislang hat sich das Projekt weder auf die exakten Funktionen noch auf die zu Grunde liegende Hardware geeinigt. Während einige Teilnehmer Netzwerkfunktionalität, vollständige PostScript-Unterstützung und ein Betriebssystem auf Basis des Beagleboard fordern, planen andere, den ersten Prototypen so einfach wie möglich zu gestalten und lediglich einen Microcontroller, etwa die bekannte Arduino-Plattform, einzusetzen.

Auch die Diskussionen um die zu verwendende Druck-Technologie führten noch zu keinem Ergebnis: Bau und Ansteuerung eines Tintenstrahl-Kopfes erscheinen zu aufwendig, die Verwendung eines existierenden Druckkopfs nicht generisch genug. Technisch scheint eine Laser-Einheit am einfachsten realisierbar zu sein, birgt aber gewisse Risiken für das Augenlicht des Bastlers. Da nur Schwarzweiß-Druck gefordert wird, kommt aber grundsätzlich auch ein Matrix-Drucker mit Endlos-Farbband in Frage.

Im Projekt-Wiki sollen im Laufe der nächsten Tage alle Wünsche dokumentiert und Informationsmaterial zusammengetragen werden. Einer der Teilnehmer plant etwa, eine Reihe kommerziell verfügbarer Drucker zu zerlegen und deren Aufbau im Detail zu dokumentieren.

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