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Do, 25. November 2010, 09:21

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu als kontinuierlich aktualisierte Distribution?

Das von Anfang an unglaubwürdige Gerücht, dass Ubuntu zu kontinuierlichen Updates anstelle von halbjährlichen Veröffentlichungen wechseln würde, hat sich als falsch herausgestellt.

Software-Center

Hans-Joachim Baader

Software-Center

Ausgehend von einer Meldung von »The Register« verbreiteten OStatic und diverse Blogs die Meldung, Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth hätte kürzlich angekündigt, dass Ubuntu zu einer »Rolling Release«-Distribution werden solle. Doch der Autor des »Register« hat lediglich eine Wochen alte Aussage von Mark Shuttleworth aufgewärmt, wobei der Titel zu Fehlinterpretationen verleitete, die dann auch prompt zahlreich erschienen. Denn an keiner Stelle kam von Shuttleworth oder Canonical je eine Andeutung, vom sechsmonatigen Veröffentlichungszyklus abweichen zu wollen. Es ist eher umgekehrt, denn Shuttleworth versucht weiterhin, weitere Projekte von den Vorteilen einer halbjährlichen Veröffentlichung zu überzeugen.

Tatsächlich sprach Shuttleworth lediglich davon, dass es möglich sein sollte, jeden Tag Updates zu veröffentlichen. Dabei bezog er sich auf das Software-Center, eine Eigenentwicklung von Ubuntu, die die Paketverwaltung neu organisiert. Das Software-Center bezieht seine Inspirationen von den vor allem im Mobilbereich florierenden App-Shops. Ähnliches gab es schon Jahre zuvor mit Click'n'Run von Linspire.

Tatsächlich gibt es entsprechende Pläne bei Ubuntu bereits mindestens seit Juni. Updates von einzelnen Anwendungen sollen für die Benutzer einfacher gemacht werden. Kommt eine neue Version eines Programmes heraus, sollen aktualisierte Pakete bereitgestellt werden. Solche Updates wären optional; sie würden normalerweise nicht automatisch installiert. Sie würden außerdem in einem separaten Repositorium liegen.

Updates von populären Anwendungen möglichst schnell nach ihrem Erscheinen den Benutzern anzubieten ist allerdings etwas anderes als ein »Rolling Release«, bei dem Updates sämtlicher Komponenten kontinuierlich vorgenommen werden. Entsprechende Vorschläge im Ubuntu-Bugtracking-System, Ubuntu zu einer »Rolling Release«-Distribution zu machen, wurden stets abgelehnt. Ubuntu-Mitarbeiter Rick Spencer hat darum in seinem Blog noch einmal bekräftigt, dass Ubuntu bei den halbjährlichen Updates bleibt. Zusätzliche optionale Updates sind offenbar weiter geplant.

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