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Di, 18. Dezember 2012, 11:55

Software::Entwicklung

HTML5-Spezifikation abgeschlossen

Über HTML5 wurde schon viel geschrieben, es ist auch bereits seit Längerem im Einsatz, spezifiziert wird es jedoch erst jetzt.

W3C

Während ein erster Entwurf für HTML 5.1 bereits vorliegt, macht sich das World Wide Web Consortium (W3C) daran, die Spezifikation für HTML5 und Canvas 2D als »Candidate Recommendation« zur Standardisierung vorzuschlagen. Die eingereichte Empfehlung ist als komplett anzusehen, sie enthält alle Funktionen des späteren Web-Standards. Sind genügend Implementierungserfahrungen vorhanden, werden die zukünftigen Standards als »Proposed Recommendations« verabschiedet.

Jeff Jaffe, CEO des W3C, sagte dazu: »Je weiter verbreitet Web-Technologien Anwendung finden, um so wichtiger ist es, dass an HTML5 interessierte Kreise einen verlässlichen Standard erhalten. Seit heute wissen Unternehmen genau, was sie in den nächsten Jahren bei HTML5 erwartet und was ihre Kunden erwarten werden. Entwickler können nun ihr Wissen vertiefen, um alle Einsatzbereiche von HTML5 vom Smart-Phone über Automobile, Fernseher, E-Books, digitalen Anzeigen bis hin zu Geräten, die wir heute noch gar nicht kennen, abzudecken«

Bis zur geplanten Verabschiedung im Jahr 2014 werden Erfahrungen zusammengetragen, was die Interoperabilität bezüglich der verschiedenen Browser, Content Management Systems (CMS), E-Mail-Programmen und sonstiger Software, die HTML5 einsetzt, angeht. Um das Ziel einer Standardisierung bis Mitte 2014 umsetzen zu können, wurde im September 2012 ein neuer Zeitplan beschlossen, der einige geplante Funktionen auf HTML5.1 verschiebt, das für 2016 erwartet wird. Paul Cotton aus dem Vorstand der W3C HTML Working Group ist in seiner Bekanntmachung zuversichtlich, dass der Zeitplan weiterhin eingehalten werden kann.

Er führt aus, dass viele Funktionen, die bereits seit längerer Zeit in vielen Browsern implementiert sind, keiner längeren Tests mehr bedürfen, sondern man sich auf die Regel Public Permissive berufen wird, die besagt, dass eine Funktion in mindestens zwei unabhängigen, interoperablen Implementationen vorliegen muss.

Das W3C ist jedoch nicht die einzige Organisation, die an HTML5 arbeitet. Seit einem öffentlich dokumentierten Zerwürfnis im Januar 2011 gehen W3C und WHATWG (Web Hypertext Application Technology Working Group) getrennte Wege bei der Standardisierung. Während W3C den kommenden Websprachenstandard in mehreren Teilen pflegt, wird HTML5 bei der WHATWG als Ganzes gesehen. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass das W3C eine feste Standardisierung anstrebt, die WHATWG aber eher einen »lebenden Standard« vorsieht und dementsprechend HTML5 in HTML umtaufte und zum Living Standard erklärte und nun eine fortwährende Standardisierung propagiert.

Der Weg, den die WHATWG beschreitet, wird hauptsächlich von Browserherstellern unterstützt, da das Prinzip des Living Standard deren Update-Politik am ehesten entspricht. So ist Ian Hickson, früher Verfasser der Spezifikation bei der W3C und nun Betreuer der Spezifikation für die WHATWG, Angestellter von Google. Die Entwicklung bei beiden Organisationen läuft bisher im großen Rahmen konform und beide tauschen sich gegenseitig aus.

Vor wenigen Tagen wurde vom W3C der erste, fast noch inhaltsleere, Entwurf zu HTML 5.1 und Canvas 2D, Level 2 veröffentlicht. Die bisher angedachten Funktionen sollen hauptsächlich HTML5 in den Bereichen Barrierefreiheit, Responsive Images und adaptives Streaming komplettieren.

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