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Fr, 21. April 2017, 10:46

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu mit GNOME soll bereits mit 17.10 Standard werden

In einer konstituierenden IRC-Sitzung haben Ubuntu-Entwickler die Roadmap für GNOME als Standard-Desktop aufgestellt.

Canonical

Unity geht - Gnome kommt wieder. Das gab Mark Shuttleworth vor rund zwei Wochen bekannt. Jetzt wurden in einem Entwickler-Treffen im IRC erste Eckpunkte der Migration von einem Qt- zu einem GTK-Desktop festgeklopft. Demnach könnte der Wechsel bereits mit Ubuntu 17.10, das vermutlich Artful Aardvark heißen wird, vollzogen werden. Eine erste Version für öffentliche Tests soll mit einer zweiten Alphaversion, die Ende Juli erscheinen könnte, bereitgestellt werden. Unity soll aber weiterhin im Universe-Repositorium verfügbar sein.

Ein weiteres Ziel für 17.10 ist die Umstellung vom herkömmlichen X-Server auf Wayland, nachdem Mir für den Desktop nicht mehr entwickelt wird. Was GNOME als Ersatz für Unity betrifft, wurden Probleme bei der Migration eingekreist und eine Vorgehensweise festgelegt. Als Problem bei der Umstellung wurden die vielen Patches identifiziert, die bei vielen Paketen zur Anpassung an das hauseigene Unity eingebracht wurden. Es wurde nach Wegen gesucht, wie man diese Patches am besten auf künftige Eignung testet. Als Methode wurde die gebündelte Entfernung aller Patches gegen die Einzelfallprüfung diskutiert. Auch die Frage, wer zur Entfernung der Patches berechtigt sei, kam auf. Hier soll im Endeffekt das Mehraugenprinzip zum Tragen kommen.

Thema waren auch die Erweiterungen, die mit GNOME standardmäßig ausgeliefert werden sollen. Hier kann bisher lediglich Dash2Dock als gesetzt gelten. Auch über Anwendungen wurde gesprochen. So ist es unklar, ob mit 17.10 und darüber hinaus ein E-Mail-Client ausgeliefert werden soll. Bei 17.04 wurde Thunderbird erstmals weggelassen und das Anwender-Echo war eher verhalten. Mit GNOME wäre Evolution die logische Wahl, aber auch dieser Client ist umstritten, nachdem GNOME-Entwickler Michael Catanzaro im September eine Liste der Apps bloggte, die für ein pures GNOME-Erlebnis nicht ausgeliefert werden sollten. Er spricht sich dort auch gegen Evolution aus, auch wenn dies nach seiner Meinung der derzeit beste E-Mail-Client am Markt sei.

Aus der KDE-Gemeinschaft wurde zwischenzeitlich eine Petition gestartet, statt GNOME doch Plasma als neuen Desktop für Ubuntu zu verwenden. Nachdem nun aber der Zug in Richtung GNOME bereits Fahrt aufgenommen hat, wird diese Diskussion im Keim erstickt. Ob es mit einer zweiten Alpha für 17.10 auch Wayland anstatt X zu testen gibt, bleibt abzuwarten. Im Vordergrund steht erst einmal der Desktop.

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