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Di, 14. Februar 2006, 15:23

Software::Distributionen::OpenSuse

SUSE Linux in Zukunft ohne proprietäre Treiber

Die kommenden Versionen der Linux-Distributionen von Novell/SUSE werden ohne unfreie Treiber ausgeliefert.

RPM-Pakete mit proprietären Treibern sollen in Zukunft separat zur Verfügung gestellt werden. Aus der offiziellen Distribution sollen sie jedoch entfernt werden. Diese Haltung Novells geht aus einer Mitteilung von Andreas Jaeger an die OpenSUSE-Mailingliste hervor. Eigentlicher Zweck der Mitteilung war eine Information zum aktuellen Stand der Betaversionen von SUSE Linux 10.1. Ein Absatz widmet sich darin der Problematik der nicht-GPL-Kernelmodule:

»Die meisten Kernelentwickler betrachten die nicht unter der GPL stehenden Kernelmodule als Verletzung ihres Copyrights. Novell respektiert diesen Standpunkt und wird diese Module nicht mehr in zukünftigen Produkten ausliefern.« Wie der Entwickler weiter zu Protokoll gab, versucht Novell, mit den Produzenten der proprietären Module alternative Möglichkeiten zu finden, damit die Funktionalität, die mit diesen Modulen zur Verfügung steht, erhalten bleibt.

Wie dies in der Praxis aussehen könnte, deutet sich in einer neuen Methode an, die Kernel-Module zu RPM-Paketen zusammenzustellen. Die bisherige Methode km_ package wurde für obsolet erklärt. Eine neue Methode wird in einem Kernel Module Packages Manual für CODE10 erläutert. Die Abhängigkeiten der Module von bestimmten Kernelversionen werden durch RPM-Abhängigkeiten repräsentiert.

Weiter kündigte Jaeger an, daß die vierte Betaversion von SUSE 10.1 wegen Qualitätsmängeln um eine Woche verschoben wurde. Sie soll nun am 16. Februar erscheinen. Bereits eine Woche darauf soll die fünfte Betaversion erscheinen.

Im Zusammenhang mit der Modulproblematik ist auch die Warnung von AVM zu sehen, in der am 6. Februar die Möglichkeit in den Raum gestellt wurde, die Unterstützung für Linux ganz aufzugeben, weil es nicht mehr auf legalem Wege möglich sei, unfreie USB-Module zum Kernel zu linken. Inzwischen soll zwar die entsprechende Kernel-Änderung rückgängig gemacht worden sein, doch wird sie in absehbarer Zeit wieder aktiviert werden.

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