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Mi, 20. Juni 2018, 15:58

Software::Automatisierung

Civil Infrastructure Platform kündigt Zusammenarbeit mit Debian LTS-Initiative an

Das Civil Infrastructure Platform (CIP)-Projekt hat eine Zusammenarbeit mit der Debian LTS-Initiative angekündigt. Das Projekt setzt auf Debian auf und will im Gegenzug die Debian LTS-Initiative unterstützen.

Civil Infrastructure Platform Project

Die Civil Infrastructure Platform, ein Zusammenarbeitsprojekt der Linux Foundation, wurde 2016 angekündigt und stellte im Oktober 2017 die erste Version seines Codes vor. CIP ist ein Projekt, das sich direkt um die Lebensadern jeder modernen Gesellschaft kümmert, um Infrastruktur wie Strom-, Öl-, Gas- und Wasserleitungen, Gesundheitswesen, Kommunikationsverbindungen und Verkehrswege.

Anlässlich des Open Source Summit Japan hat das Projekt jetzt eine eine Zusammenarbeit mit der Debian LTS-Initiative angekündigt. Die Debian LTS-Initiative zielt darauf ab, jede Debian-Version mindestens fünf Jahre lang zu unterstützen - zwei Jahre länger als das regulär der Fall wäre. Seit Debian 6 funktionierte dies stets wie angekündigt, die Finanzierung dieser Arbeiten war aber zu jeder Zeit recht knapp. Das dürfte sich nun ändern, da CIP die Initiative finanziell unterstützen wird. Dabei will CIP vor allem mit Freexian, der Dienstleistungs-Firma, die die LTS-Initiative koordiniert, zusammenarbeiten. Ziele sind die Maximierung der Interoperabilität, Sicherheit und langfristiger Unterstützung für freie Software für eingebettete Systeme.

Als weiteren Teil der Ankündigung vermeldet CIP den Beitritt von Cybertrust Japan als Silber-Sponsor. Cybertrust Japan erstellt Linux-Systeme für Unternehmen und ist insbesondere nach der letztjährigen Übernahme von Miracle Linux auch im Markt der eingebetteten Systeme tätig.

Um die zivile Infrastruktur zu erhalten und weiter auszubauen, sind nach Schätzungen von PricewaterhouseCoopers binnen zehn Jahren mehrere tausend Milliarden US-Dollar aufzubringen - mehr als vermutlich jedes andere Projekt in dieser Zeit kosten wird. Zur Verwaltung dieser Infrastruktur wird immer mehr und immer komplexere Software benötigt, die sich in allen Bereichen und in allen Ländern aber stark ähnelt. Ohne eine freie, übergreifende Software-Plattform wird der dafür nötige Aufwand vielfach dupliziert und unnötig viel Zeit aufgewandt, die anderswo besser investiert wäre. Darüber hinaus entstehen in den zunehmend überregionalen Verbünden immer mehr Interoperabilitätprobleme.

Die Civil Infrastructure Platform will diese Probleme lösen und Systeme entwickeln, die den hohen Anforderungen genügen. Die Software muss selbstverständlich robust und zuverlässig sein und wird sicher jahrzehntelang im Einsatz sein. Ein Linux-Kernel mit grundlegender Software bilden eine definierte Basis. Auf diese Basis setzen die weiteren Bausteine zur Verwaltung der Infrastruktur auf. Als Hauptziele der Entwicklung werden schnelle Einsatzbereitschaft, geringe Kosten durch Kostenteilung, Interoperabilität durch das offene Framework, das sich wo möglich auf Standards verlässt, Zuverlässigkeit und Robustheit, Sicherheit der gesteuerten Anlagen, Sicherheit des Zugangs und der Kommunikation mit der Software und langfristige Wartung, die von zehn bis 60 Jahren reichen kann, genannt.

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