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Thema: OpenBSD für PowerPC64 in Arbeit

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von kraileth am Di, 19. Mai 2020 um 09:15 #

Hat irgendjemand Erfahrung mit neueren PowerPC-Systemen, also vor allem POWER9-basierten? Ich habe mich noch nicht zu tief damit auseinandergesetzt, aber was ich bisher dazu gelesen hatte, klang durchaus interessant und ich spielte schon mit dem Gedanken, mir ein Talos II-System zuzulegen. Allerdings sind die Anschaffungskosten natürlich für „einfach mal so“ ein bißchen hoch.

Was das Hauptthema angeht: Es ist schön, daß OpenBSD sich um diese Plattform bemüht. Im Gegensatz zu NetBSD legt man ja u.a. Wert darauf, daß selbst die exotischen Architekturen nicht emuliert, sondern auf echter Hardware gepflegt werden. Der Hauptgrund, warum das Projekt diverse Nischenplattformen unterstützt, ist wohl, weil dadurch häufig Softwarefehler viel früher auffallen, als wenn man nur auf amd64 testet - und das ist den Aufwand sicher wert.

Wenn Kettenis sich dieser Architektur angenommen hat, dann habe ich wenig Sorgen, daß es gut wird. Letztes Jahr hatte ich mal OpenBSD auf SPARC64 getestet und war ziemlich beeindruckt davon, wie gut in Schuß alles dort ist (FreeBSD hat die Architektur ja leider für die kommende Version begraben, nachdem sie etwas Schimmel angesetzt hatte... :( ).

Sollte ich mich für das PowerPC64-Abenteuer entscheiden, wird mit Sicherheit auch OpenBSD ausprobiert, wenn es so weit ist.

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    Von Oiler der Borg am Di, 19. Mai 2020 um 10:19 #

    seit wann nennt man das denn PPC64 ?
    Ich kenn das seit Jahren als IBM-Power......

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      Von ks23 am Di, 19. Mai 2020 um 13:29 #

      Die Architektur wird schon immer PPC32 bzw. PPC64 genannt. Was OpenBSD vergessen hat zu erwähnen ist, dass es sich um PPC64le und nicht big endian. Der Port bezieht sich auf POWER8 und neuer (OpenPOWER). Zum Beispiel von RaptorCS.

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    Von jonsger am Mi, 20. Mai 2020 um 21:37 #

    Ich hab ein RaptorCS Blackbird, das MicroATX Board mit POWER9.

    Ich lass da openSUSE Tumbleweed drauf laufen. Das funktioniert soweit ganz gut.

    Positives:
    - mit 8 Kernen und 32 Threads hat er richtig Leistung
    - BMC ist cool (Remote Control und so)

    Negatives:
    - Firefox hat kein JIT Compiler für JavaScript -> langsam bei JS intensiven Seiten (Google Maps z.B.)
    - Chromium geht nur mit vielen Downstream Patches
    - bei den Paketen fehlen v.a. die die auf Chromium/Electron/WebKit aufbauen
    - kein Wine
    - Lüfter blässt nach unten direkt auf die Grafikkarte. Unter Last wird das ganze sehr laut. Es gibt keine Lüfter von Drittanbietern.
    - Versand und Zoll ist schweineteuer (400 Euro oder so bei mir)
    - CPUs sind teurer geworden: 8 Kerne 810USD statt 595USD

    Also alles in allem weiß ich nicht ob ich den Kauf heute so nochmal machen würde...

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      Von kraileth am Do, 21. Mai 2020 um 15:18 #

      Herzlichen Dank für den Erfahrungsbericht! Interessant klingt die Plattform für mich weiterhin (mit den meisten Einschränkungen könnte ich leben), aber der Preis macht die Sache leider doch weniger attraktiv...

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