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Mo, 9. April 2018, 09:36

Gemeinschaft::Lizenzen

Mögliche GPL-Verletzung in Symantec-Router

Entwickler Matthew Garrett hat eine mögliche GPL-Verletzung in einem Router von Symantec entdeckt. Es handelt sich um den futuristisch gestalteten »Norton Core Secure Wifi Router«.

Mirko Lindner (demon)

Symantecs Router »Norton Core«, gestaltet wie ein geodätischer Dom, wird in Reviews mit der beste Durchsatz von allen Routern bescheinigt. Das war neben den Sicherheits-Funktionen vermutlich ein Grund warum der bekannte, bei Google angestellte Entwickler und Sicherheitsexperte Matthew Garrett sich das Gerät zulegte. Wer die Arbeit von Garrett kennt, weiß, dass er das Gerät einer gründlichen Inspektion unterziehen würde, um die Zutaten zu identifizieren und die Werbeversprechen zu überprüfen.

Unter anderem verspricht der Hersteller, zur Erhöhung der Sicherheit Packet Inspection einzusetzen und die Firmware sowie die Sicherheits-Software regelmäßig automatisch zu aktualisieren. Da Router-Firmware normalerweise »read-only« ist, war Garrett daran interessiert, wie Symantec dieses Versprechen einlösen wollte. Er war in der Lage, das Betriebssystem mit ziemlicher Sicherheit als auf dem QCA Software Development Kit (QSDK) aufbauend zu identifizieren. Dieses Development Kit basiert wiederum auf dem OpenWrt-Build-Framework und steht unter der GPLv2.

Damit war diese Frage geklärt, denn OpenWrt besitzt ein beschreibbares Dateisystem samt Paketmanagement. Allerdings konnte Garrett den Kernel-Quellcode des Betriebssystems nirgends finden. Wenn das System also wirklich auf QSDK basiert, begeht Symantec damit einen Verstoß gegen die Richtlinien der GPL zur Offenlegung des Quellcodes. Also machte Garrett seine Erkenntnisse auf Twitter publik und forderte Symantec per Mail auf, ihm mitzuteilen, wo er den Quell-Code finden könne. In einer vorläufigen Antwort heißt es, Symantec nehme seine Verpflichtungen in Bezug auf Lizenzen sehr ernst und untersuche den Vorfall.

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