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Mo, 28. Mai 2018, 13:51

Software::Distributionen::Suse

Uyuni: Suse startet Fork von Spacewalk

Auf der Opensuse-Konferenz hat Suse einen Fork von Spacewalk namens Uyuni bekannt gegeben. Der Fork kam nach Gesprächen mit Spacewalk-Eigentümer Red Hat zustande, der der Kontrolle über Spacewalk offenbar nicht abgeben wollte.

Spacewalk

Christian Stankowic

Spacewalk

Spacewalk ist ein freies Systemverwaltungssystem, das als Grundlage für Red Hat Satellite 5 und Suse Manager dient. Red Hat hatte den Quellcode 2008 freigegeben und 2010 erreichte das System Version 1.0. Die aktuelle Version ist 2.8, und eine neue Version ist nicht in Sicht. Denn Red Hat hat seine Arbeit an Spacewalk heruntergefahren und bringt fast nur noch Korrekturen ein. Der Grund dürfte in der Hinwendung zu neuen Systemen wie Cockpit und Foreman/Katello liegen.

Das hat eine Gruppe von Entwicklern von Suse und dessen Umfeld zum Anlass genommen, das Projekt Uyumi als Fork von Spacewalk aus der salzigen Taufe zu heben, wie im Verlauf der Opensuse-Konferenz in Prag bekannt gegeben wurde. Uyuni verwendet Salt als Konfigurationsverwaltung, was sich auf die Namenswahl auswirkte: Salar de Uyuni ist die flächenmäßig größte Salzebene der Welt.

Laut den Projektgründern soll Uyuni dem nahezu untätigen Spacewalk-Projekt neue Inspiration geben. Einige der Pläne, die die Entwickler haben, sind die Implementation einer auf React beruhenden Web-Oberfläche, Übersetzungen, Clients sowie Container- und Kubernetes-Integration. Uyuni dabei soll so weit wie möglich mit Spacewalk kompatibel bleiben. Künftige Neuerungen könnten es aber doch nötig machen, mit der Kompatibilität zu brechen. Eine erste offizielle Version soll in diesem Sommer erscheinen.

Wie die Entwickler schreiben, führten sie vor dem Hintergrund, dass Red Hat seine Arbeiten an Spacewalk immer weiter reduziert, Gespräche mit Red Hat über die künftige Projektleitung. Früher hatte Red Hat die Beteiligung der Gemeinschaft an der Weiterentwicklung von Spacewalk grundsätzlich begrüßt. Heute scheint Red Hat aber kein Interesse mehr daran zu haben, so dass die Gespräche erfolglos verliefen. Als Gegenpol präsentiert sich Uyuni offen für externe Beiträge. Suse Manager wird wohl schon bald von Spacewalk zu Uyuni als Basis wechseln.

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