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Do, 27. Juli 2017, 15:00

Fedora 26

Start der Live-DVD

Hans-Joachim Baader

Start der Live-DVD

Installation

Fedora Workstation kann von Live-Images (für DVD oder USB-Stick) oder minimalen Bootmedien installiert werden. Die primäre Download-Option ist der Media Writer für USB-Sticks. Er ermöglicht die Auswahl des passenden Images, lädt es herunter und schreibt es auf einen bootfähigen USB-Stick. Für diesen Artikel war der Media Writer nicht relevant, da die virtuellen Maschinen gut über das ISO-Image zu starten sind.

Für die Installation werden mindestens 1 GB RAM empfohlen. Mit weniger als 768 MB ist die Installation noch mit Einschränkungen möglich, man muss unter Umständen auf die textbasierte Installation, VNC oder Kickstart ausweichen. Für den Betrieb werden mehr als 1 GB empfohlen.

Da die Installation sich gegenüber Fedora 25 kaum geändert hat, kann sie kurz abgehandelt werden. Die einzige größere Änderung liegt wohl bei der Partitionierung, die aber bei der Wahl der automatischen Partitionierung nicht in Erscheinung tritt. Die Installation beginnt mit der Sprachauswahl, bei der interessanterweise Deutsch als Voreinstellung angeboten wird. Wahrscheinlich bezieht der Installer diese Vorauswahl über GeoIP, da sie nur bei bestehender Netzwerkverbindung zu funktionieren scheint. Das wurde aber nicht genauer untersucht.

Auswahl der Sprache

Hans-Joachim Baader

Auswahl der Sprache

Zusammenfassung

Hans-Joachim Baader

Zusammenfassung

Benutzereinstellungen

Hans-Joachim Baader

Benutzereinstellungen

Danach gelangt man zur Übersichtsseite. Hier ermittelt das Installationsprogramm im Hintergrund bereits einige Dinge, es steht einem aber frei, diese abzuändern, und zwar weitgehend in beliebiger Reihenfolge. Alle Punkte, die vom Benutzer zwingend noch bearbeitet werden müssen, sind mit einem gelben »Warndreieck« markiert. Zu beachten ist aber, dass der Installer manchmal einen Moment braucht, um die Anzeige neu zu berechnen. Die einzige zwingende Aktion ist die Auswahl des Installationsziels. Die erkannten Festplatten werden durch ein Icon angezeigt. Wenn man nicht Gnome, sondern eine andere Oberfläche installieren will, sollte man sich die Software-Auswahl vornehmen, sofern man nicht die ISO-Datei für einen spezifische Spin nutzt.

Bei der Partitionierung sind die gewohnten Optionen wie die Verschlüsselung der gesamten Festplatte oder einzelner Partitionen, RAID und LVM vorhanden. Auch das Dateisystem Btrfs wird unterstützt, einschließlich seiner spezifischen Funktionen wie Subvolumes. Btrfs ist eine der möglichen Optionen, wenn man die automatische Partitionierung wählt. Außer Btrfs sind auch »normale« Partitionen und eine LVM-Installation möglich, letztere ist die Standardeinstellung. LVM- und Btrfs-Installation legen eine 500 MB große /boot-Partition mit dem Dateisystem ext4 an. Bei LVM wird der Rest als Root-Partition verwendet, mit Btrfs wird eine separate /home-Partition angelegt, die sich aber aufgrund der besonderen Eigenschaften von Btrfs den Plattenplatz mit der Root-Partition teilt. Im Endeffekt ist diese Lösung noch flexibler als LVM.

Während die Installation dann im Hintergrund läuft, muss man das Root-Passwort setzen und kann optional auch Benutzer anlegen. Nach der Installation ist ein Neustart erforderlich.

Allgemeines zum System

Fedora 26 startet wie sein Vorgänger sehr schnell. Schon nach wenigen Sekunden ist in dieser Testkonfiguration der Login-Prompt erreicht. Wie immer ist SELinux eingebunden und aktiviert. Als normaler Benutzer merkt man davon allerdings nichts. In Fedora 26 wie auch in der Vorversion trat kein sichtbares Problem im Zusammenhang mit SELinux auf. Für den Fall, dass ein Problem auftritt, sei es nach der Installation von zusätzlicher Software oder anderen Änderungen, steht ein Diagnosewerkzeug zur Verfügung.

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