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Sa, 16. April 2011, 11:10

Software::Büro

OpenOffice.org soll Gemeinschaftsprojekt werden

Oracle hat angekündigt, keine kommerzielle Version von OpenOffice.org mehr anzubieten. Das Projekt soll vollständig zu einem Gemeinschaftsprojekt werden.

openoffice.org

Die Ankündigung nennt das »breite Interesse an freien Anwendungen für die tägliche Arbeit und die schnelle Entwicklung der PC-Technologien« als Grund für die Entscheidung. Demzufolge glaubt Oracle nun, dass OpenOffice.org, das erst vor zwei Tagen in Version 3.4 Beta 1 erschienen ist, am besten von einer Organisation geführt wird, die auf nichtkommerzieller Basis arbeitet. Zusammen mit Mitgliedern der Gemeinschaft sollen entsprechende Schritte umgehend eingeleitet werden.

Oracle will sich weiter stark für die Akzeptanz von auf offenen Standards beruhenden Dokumentformaten wie ODF, dem Format von OpenOffice.org, einsetzen. Darüber hinaus will das Unternehmen Open-Source-Produkte weiter unterstützen. Insbesondere will Oracle weiterhin große Summen in Technologien wie Linux und MySQL investieren, die aus Sicht des Herstellers für die Kunden strategisch sind. Der Schwerpunkt liege dabei auf Linux und MySQL, weil diese bei der Kundenbasis weite Verbreitung gefunden haben.

Die Ankündigung ist für viele Beobachter »too little, too late«. Aus den letzten Zeilen geht hervor, dass Oracle keine weiteren Ressourcen in OpenOffice.org stecken will. Möglicherweise wird Oracle alle eigenen Entwickler von dem Projekt abziehen. Fraglich ist, ob dann noch eine nennenswerte Entwicklung bei OpenOffice.org stattfindet, denn der größte Teil der Gemeinschaft ist ohnehin bereits zu LibreOffice abgewandert, wenn man sich auf die Angaben von LibreOffice und diverser Kommentatoren verlassen kann.

Es ist allerdings nicht davon auszugehen, dass Oracle mit der Gemeinschaft, in deren Hände OpenOffice.org gelegt werden soll, die von LibreOffice im Sinn hat. So meinen einige Beobachter, dass Oracle zum wiederholten Mal gegen die Interessen der Gemeinschaft handelt. Mindestens hätte Oracle die Namensrechte für OpenOffice.org an LibreOffice abtreten sollen. Vielleicht besitzt aber eine künftige Gemeinschaftsorganisation von OpenOffice.org die Rechte und den Willen, solch einen Transfer durchzuführen.

Das Projekt LibreOffice hatte sich Ende September 2010 von OpenOffice.org abgespalten, weil der Kurs von Oracle gegenüber der Gemeinschaft von OpenOffice.org für diese nicht mehr akzeptabel und die Zukunft von OpenOffice.org unklar war.

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Kommentare (Insgesamt: 50 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Oracle ist eine Firma, leider so (J., Di, 26. April 2011)
Re: OpenOffice.org endlich frei ??? (ghfghfgh, Di, 19. April 2011)
OpenOffice.org endlich frei ??? (znafets, Di, 19. April 2011)
Re[5]: Muroo (Felix Schwarz, Mo, 18. April 2011)
Re[2]: Muroo (Das Orakel von Delphi, Mo, 18. April 2011)
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