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Di, 5. März 2013, 12:19

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu verbessert für 13.04 den Schutz der Privatsphäre

Ubuntu 13.04 verbessert die Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre im Umgang mit den umstrittenen Einkaufs-Linsen. Gleichzeitig kündigt Canonical an, zukünftig 100 Linsen anzustreben.

Canonical

Ubuntu 13.04 »Raring Ringtail« soll am 14. März in der einzigen Betaversion erscheinen, die Canonical für seine neuen Veröffentlichungen derzeit noch ausliefert. Jetzt sind erste Details bekannt, wie die Privatsphäre der Nutzer geschützt werden soll in Bezug auf die umstrittenen Shopping-Linsen, die bereits den Unmut der EFF und von Richard Stallman hervorgerufen haben.

Jetzt hat Mark Shuttleworth die Angelegenheit an sich gezogen und in einer Antwort auf einen Fehlerbericht die Handhabung der Privatsphäre in diesem Fall klar vorgegeben. Es soll ab Ubuntu 13.04 eine gut sichtbare Möglichkeit geben, an prominenter Stelle in der Dash die Linsen generell für jede Unity-Sitzung einzeln abzustellen. Shuttleworth vergleicht das mit dem Privatmodus in heutigen Browsern. Im Endeffekt sei angestrebt, das Versenden von Netzwerkpaketen bereits auf der Kernel-Ebene zu unterbinden. Weiterhin soll der Nutzer bestimmen können, welche Linsen er in Suchen einbinden möchte, und soll jede Linse auch einzeln konfigurieren können. Rechtliche Hinweise in Bezug auf die Linsen sollen während der Installation angezeigt werden, aber auch später für jeden Nutzer unter »About Ubuntu« zugänglich sein.

Damit könnte auf Anwender, die die Linsen nicht generell abschalten, in Zukunft eine Menge an Arbeit zukommen. Canonical plant zukünftig eine große Anzahl an weiteren Shopping-Linsen, wie aus einem Eintrag im Ubuntu-Wiki hervorgeht, in dem die technischen und logistischen Hintergründe der im englischen »Scopes« geheißenen Linsen erläutert werden. Hier werden die Begriffe »100 Scopes« und »Smart Scopes« eingeführt und es wird klar, dass die Dash zunehmend zu einer Anlaufstelle für Desktop- und Netzwerksuche ausgebaut wird.

Der Name des Projekts »100 Scopes« macht klar, in welchen Dimensionen langfristig gedacht wird. Die Suchanfragen sollen alle über einen zentralen Server abgewickelt werden, der in der Mitte zwischen Anwender und Suchanbieter steht. Die Rolle von »Smart Scopes« dabei ist es, dafür zu sorgen, dass eine Suche genau die relevanten (oder die vom Anwender bevorzugten) Linsen ansteuert. Hierzu wird ein eigenes API eingesetzt, das nicht nur die Suche steuert und die Antworten zurückliefert, sondern auch Statistiken des Suchverhaltens des Anwenders speichert und zur Verbesserung des Dienstes auswertet.

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