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Do, 8. Januar 2015, 15:00

Fedora 21

Installation von Fedora 21: Übersicht

Hans-Joachim Baader

Installation von Fedora 21: Übersicht

Installation

Fedora Workstation kann von Live-Images (für DVD oder USB-Stick) oder minimalen Bootmedien installiert werden. Die Installation erfordert mindestens 786 MB RAM, wie schon in Version 20. Mit weniger als 768 MB ist die Installation noch mit Einschränkungen möglich. Für den Betrieb werden mehr als 1 GB empfohlen.

Die Installation hat sich gegenüber Fedora 20 kaum geändert und kann daher kurz abgehandelt werden. Sie beginnt mit der Sprachauswahl, bei der interessanterweise Deutsch als Voreinstellung angeboten wird. Woher der Installer diese Vorauswahl bezieht, bleibt unklar - vielleicht über irgendeine BIOS-Einstellung.

Danach gelangt man zur Übersichtsseite. Hier ermittelt das Installationsprogramm im Hintergrund bereits einige Dinge, es steht einem aber frei, diese abzuändern, und zwar weitgehend in beliebiger Reihenfolge. Alle Punkte, die vom Benutzer zwingend noch bearbeitet werden müssen, sind mit einem gelben »Warndreieck« markiert. Die einzige zwingende Aktion ist die Auswahl des Installationsziels. Die erkannten Festplatten werden durch ein Icon angezeigt.

Zu empfehlen ist noch die Auswahl der Tastaturbelegung. Hinter diesem Icon stehen alle Optionen zur Verfügung, einschließlich ungewöhnlicher Belegungen und Feineinstellungen. Auch die Software-Auswahl sollte man sich noch ansehen, wenn man nicht Gnome, sondern eine andere Oberfläche installieren will.

Bei der Partitionierung sind die gewohnten Optionen wie die Verschlüsselung der gesamten Festplatte oder einzelner Partitionen, RAID und LVM vorhanden. Auch das Dateisystem Btrfs wird unterstützt, einschließlich seiner spezifischer Funktionen wie Subvolumes. Btrfs wird anscheinend nicht mehr als experimentell angesehen und ist eine der möglichen Optionen, wenn man die automatische Partitionierung wählt. Außer Btrfs sind auch »normale« Partitionen und eine LVM-Installation möglich, letztere ist die Standardeinstellung. LVM- und Btrfs-Installation legen eine 500 MB große /boot-Partition mit dem Dateisystem ext4 an. Bei LVM wird der Rest als Root-Partition verwendet, mit btrfs wird eine separate /home-Partition angelegt, die sich aber aufgrund der besonderen Eigenschaften von Btrfs den Plattenplatz mit der Root-Partition teilt. Im Endeffekt ist diese Lösung noch flexibler als LVM.

Während die Installation dann im Hintergrund läuft, muss man das Root-Passwort setzen und kann optional auch Benutzer anlegen. Nach der Installation ist keine weitere Konfiguration erforderlich, es startet direkt der Login-Manager, der die ausgewählte Desktopumgebung startet.

Ersteinrichtung von Gnome

Hans-Joachim Baader

Ersteinrichtung von Gnome

Allgemeines Verhalten

Fedora 21 startet etwa genauso schnell wie sein Vorgänger. Wie immer ist SELinux eingebunden und aktiviert. Als normaler Benutzer merkt man überhaupt nichts davon, solange die Konfiguration korrekt ist. In Fedora 21 wie auch in der Vorversion trat kein sichtbares Problem im Zusammenhang mit SELinux auf. Für den Fall, dass ein Problem auftritt, sei es nach der Installation von zusätzlicher Software oder anderen Änderungen, steht ein Diagnosewerkzeug zur Verfügung.

KDE benötigt in Fedora 21 direkt nach dem Start mit einem geöffneten Terminal-Fenster etwa 328 MB RAM, Gnome dagegen 456 MB, im Classic-Modus 427 MB. Manchmal kommen dazu noch weitere fast 200 MB durch den PackageKit-Daemon. Normalerweise sollte sich PackageKitd nach fünf Minuten beenden, wenn er nicht mehr benötigt wird. Doch das funktioniert aus unerfindlichen Gründen nicht immer. Vermutlich hält irgend etwas, das periodisch startet, den Daemon am Laufen. Anhand der Cron-Einträge war aber nicht zu erkennen, was es ist. Das ist auch kein Wunder, da Systemd nun auch einen teilweisen Ersatz für Cron darstellt und, wie man nach einigem Stöbern in der Konfiguration sehen kann, auch für den periodischen Start von DNF zur Aktualisierung des Caches verantwortlich ist. Doch die eigentliche Ursache für das PackageKitd-Problem war nicht zu finden.

Bei der Geschwindigkeit sollte sich kein nennenswerter Unterschied zwischen den Desktops feststellen lassen, sofern genug RAM vorhanden ist und die sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Angaben zum Speicherverbrauch sind nur als Anhaltswerte zu sehen, die sich je nach Hardware und Messzeitpunkt erheblich unterscheiden können.

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