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Mo, 1. Juli 2019, 09:38

Software::Distributionen

Alles Gute - FreeDOS wird 25

Fünfundzwanzig Jahre ist es her, dass James Hall mit dem PD-DOS-Projekt eine Alternative zu den etablierten DOS-Varianten startete. Doch auch jetzt hat das Projekt noch den Anspruch, zeitgemäße Erweiterungen und Anpassungen vorzunehmen und dabei trotzdem den ursprünglichen Charakter des Betriebssystems zu erhalten.

FreeDOS 1.3 RC1

Mirko Lindner

FreeDOS 1.3 RC1

FreeDOS wurde am 29. Juni 1994 durch James Hall als Alternative zu MS-DOS gestartet, nachdem Microsoft bekannt gab, den Vertrieb und die Produktunterstützung von MS-DOS einstellen zu wollen. Während MS-DOS dementsprechend längst nicht mehr unterstützt wird, ist das vor fünfundzwanzig Jahren gegründete FreeDOS in einigen Bereichen nach wie vor gefragt. Eine Nutzung findet FreeDOS beispielsweise in bootbaren Disketten oder in Minimalsystemen, die den vollen Hardwarezugriff benötigen. So nutzen manche Hardwarehersteller das System wegen seiner Einfachheit und Robustheit für Diagnosewerkzeuge oder kritische Anwendungen, die in einer gesicherten, einfachen Umgebung gestartet werden.

Entwickelt wird das Projekt im Zuge diverser Einzelprojekte, die ursprünglich das Ziel verfolgten, Bestandteile des Originalsystems durch Alternativen zu ersetzen oder zu ergänzen. FreeDOS umfasst deshalb eigene Treiber für XMS und EMS, wobei EMM386 auch VCPI unterstützt und somit mit DOS-Extendern und DPMI-Programmen klarkommt. Darüber hinaus bietet FreeDOS aber auch Vorteile gegenüber dem Original. Unter anderem unterstützt das Betriebssystem mit Logical Block Addressing (LBA) den Zugriff auf Datenträger bis zu einer Größe von 2 TB und Partitionen mit FAT32-Dateisystem. Zugleich beschleunigt FreeDOS die Zugriffe auf Medien erheblich, indem es einen Ultra-DMA-Treiber mitbringt.

Viele für MS-DOS geschriebene Anwendungen oder grafische Benutzeroberflächen sollten grundsätzlich auch unter FreeDOS funktionieren. Eine zwingende Voraussetzung hierfür stellt allerdings die Nutzung von dokumentierten APIs dar. Sobald eine Anwendung beispielsweise undokumentierte Merkmale von MS-DOS verwendet, können Probleme oder Fehler nicht mehr ausgeschlossen werden. Unter anderem lassen sich beispielsweise Windows 95 gar nicht und ältere Windows-Versionen nur eingeschränkt nutzen, da Microsoft sich bei der Programmierung der Systeme vor allem in neueren Versionen sehr ausgiebig nicht dokumentierter DOS-APIs bediente.

FreeDOS wird ab Version 1.0 als es eine offizielle Distribution auf CD sowie als Abbilder für USB-Speichermedien vertrieben. Das System lässt sich sowohl installieren als auch in einem Live-Modus betreiben.

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