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Thema: CERN will sich von Microsoft befreien

44 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von mw am Do, 13. Juni 2019 um 12:32 #

und lässt sich nicht länger erpressen und wird zudem die schrottige Software los. Bravo.

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    Von Homer am Do, 13. Juni 2019 um 15:21 #

    CERN hat es kapiert

    wohl eher "...hat keine Wahl". Wenn CERN weiterhin die "Academic Licence" bekäme, würden die Win10, MS Office, etc. weiterbenutzen.

    Das Problem ist auch nicht Microsoft, sondern die Benutzer, die keine anderen Desktop-Umgebungen, Office-Programme oder Dateimanager wollen (und kennen). Unsere Institution überlegt sogar, auf eine Azure-Cloud-Lösung mit Sharepoint und Office 365 zu wechseln. Den gravierenden Datenschutz-GAU, über den seit Monaten berichtet wird, interessiert hier niemanden ("da wird MS sicherlich nachbessern"). Mein Vorschlag, eine OpenStack-Infrastruktur, LibreOffice fürs Büro und LaTeX für automatische PDF-Generierung zu verwenden, wurde nicht mal diskutiert ("Selbstgebastelt? Darauf kann auch nur ein Nerd kommen").

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      Von Markus B. am Do, 13. Juni 2019 um 16:08 #

      Haha, das kommt mir alles so bekannt vor...

      Für die BWL-Deppen vom Management zählen nur 2 Dinge: welche Lösung spart kurzfristig mehr Geld, und was schaut dabei für mich raus. Mit Datenschutz beschäftigen sich nur Warmduscher, alles nur lästig, und außerdem wechseln wir eh in ein oder zwei Jahren zu nächsten Firma, damit wir in LinkedIn möglichst viele Stationen unserer "Karriere" vorweisen können.

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      Von Bert am Do, 13. Juni 2019 um 16:42 #

      "sondern die Benutzer, die keine anderen Desktop-Umgebungen, Office-Programme oder Dateimanager wollen"

      Ist mir völlig rätselhaft. Bei anderen Investitionsgütern schreibt der Chef vor was benutzt wird und fertig. Kein LKW-Fahrer käme auf die Idee nur MAN fahren zu wollen und kein Dreher käme auf die Idee nur mit einer Maschine der Herstellers X mit der CNC-Steuerung des Herstellers Y arbeiten zu wollen?

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        Von Homer am Do, 13. Juni 2019 um 17:09 #

        schreibt der Chef vor was benutzt wird
        das ist ein sehr gutes Argument, wenn "der Chef" kompetent ist.
        Leider ist bei uns "der Chef" ein Präsidium aus Mitgliedern mit Windows 10-Laptops, PowerPoint und Outlook. EDV ist da nur eine Dienstleistung, die störungsfrei laufen muss. Die Programme müssen zu bedienen sein, wie immer ("im Interesse unserer MitarbeiterInnen").

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    Von depp am Do, 13. Juni 2019 um 17:16 #

    Ich bin sicher, dass das Ganze einen wissenschaftlichen Hintergrund hat. Das CERN wollte doch sicher nur die Restwahrscheinlichkeit senken, dass irgendwo ein schwarzes Loch entsteht...

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    Von Ohm am Fr, 14. Juni 2019 um 12:53 #

    ...'Bravo' aber auch 'Shame!!!' dass man sich in diese Falle locken liess..

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Von SvenS am Do, 13. Juni 2019 um 13:11 #

Interessant wäre auch noch in welche Richtung sie sich umschauen werden. Viele Universitäten, vor allem im angelsächsichen Raum setzen auf Windows und MS Office. Die Kompatibilität muss hier erhalten bleiben. Ich denke weniger an den Austausch von Forschungsdaten sondern viel mehr an die Verwaltung. Ich habe jetzt auch nicht genau recherchiert wer zu den großen Sponsoren zählt, allerdings war Microsoft in der Vergangenheit immer sehr spendabel wenn es um Sponsoring von Grundlagenforschung ging.
Kennt wer ein Telefonie-Lösung die es vom Funktionsumfang mit Skype for Business aufnehmen? Besonders die Verzahnung mit Exchange und SharePoint gepaart mit den Meetingfunktionen finde ich schon recht gut.

  • 0
    Von kamome umidori am Do, 13. Juni 2019 um 20:39 #

    > Kennt wer ein Telefonie-Lösung die es vom Funktionsumfang mit Skype for Business aufnehmen?

    Was kann denn Skype for Business?
    Nextcloud Talk kann ziemlich viel (bes. in der Enterprise-Variante – die ist natürlich auch nicht gerade kostenfrei).

    • 0
      Von SvenS am Fr, 14. Juni 2019 um 09:22 #

      Skype hat den Vorteil der vollständigen Integration in all Office-Produkte (auch SharePoint und Exchange) von Microsoft. Der Nachfolger Teams bietet neben dem bekannten Instantmessaging noch Telefonie, Zusammenarbeit an Dokumenten, Desktopsharing, Projektmanagement-Tools und Konferenzen (Video, nur Ton und Text, notfalls auch kombiniert).
      Die neue Microsoft-Strategie bietet zwar jedem Interessenten die selben Möglichkeiten, es ist aber trotzdem noch nicht alles so ausgereift wie bei Teams/Skype.
      Wenn ich den Artikel richtig verstehe, geht es dem CERN weniger um die Produkte ansich, sondern um die Lizenzkosten, ich hoffe sehr, dass die Damen und Herren jetzt nicht davon ausgehen, dass alles Gratis wird sobald nicht MS drauf steht.

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        Von glasen am Fr, 14. Juni 2019 um 14:58 #

        [..] sondern um die Lizenzkosten, ich hoffe sehr, dass die Damen und Herren jetzt nicht davon ausgehen, dass alles Gratis wird sobald nicht MS drauf steht.
        Hast du den Artikel überhaupt gelesen? Das CERN hat schon immer für die Lizenzen bezahlt, nur will MS diese demnächst verzehnfachen!

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          Von haha am So, 16. Juni 2019 um 10:02 #

          Wie kommt jemand darauf, dass es nichts kostet, nur weil es OpenSource ist?
          Clusterlösungen ind dieser Größenordnung kosten immer Geld, auch die von Redhat sind nicht billig. Es geht um die Zuverlässigkeit ....

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            Von wm am Mo, 17. Juni 2019 um 11:11 #

            Ich glaube, dass es Geld kostet, ist weniger problematisch. Dem CERN geht es ja um die Nicht-mehr-Abhängigkeit von einem Anbieter. Es ist doch so wie immer, wer sich einmal erpressen lässt, der lässt sich das auch noch weitere x-male gefallen.

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        Von kamome umidori am Sa, 15. Juni 2019 um 21:22 #

        Danke, aber da ist Nextcloud dann doch nicht so weit entfernt (möglicherweise müssen sie für größere Konferenzen noch an der Unterstützung schmaler Bandbreiten arbeiten).

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Von mosu am Do, 13. Juni 2019 um 14:13 #

natürlich ist manches gut, was Microsoft und andere proprietäre Closed-source-Anbieter anbieten. Sonst würde es ja kein Mensch benutzen. Dennoch gibt es für das meiste schon heute bessere Alternativen. Paradebeispiel ist das Office-Paket - aber klar, auch da gibt es unterschiedliche Ansichten. Der entscheidende Punkt ist, dass die Closed-Source-Anbieter zum einen durch eine Rechtsprechung begünstigt werden, die es ihnen erlaubt, sich einerseits an dem verfügbaren Menschheitswissen zu bedienen und anschließend Teile davon einzuhegen und andere auszusperren. Dadurch wird schon einmal geistige Entwicklung insgesamt behindert. Zum Zweiten werden sie durch die Gesetzmäßigkeiten des sogenannten freien Marktes begünstigt, der es ihnen erlaubt mit massivem, aber verdecktem Lobbyeinsatz und bei Bedarf auch unlauteren Mitteln jeglicher Art ihre Produkte in den Markt zu drücken. Öffentliche Einrichtungen, besonders Bildungseinrichtungen (siehe Digitalpakt) spielen dabei natürlich eine Schlüsselrolle.
Würden öffentliche Einrichtungen - wie Cern wie öffentliche Schulen, Universitäten wie Regierungen und Ämter oder einstmals die Stadt München - verstärkt auf Open-Source setzen, und würden sie auch massiv darein investieren, dass Entwickler auch außerhalb von Firmen, also z.B. in Forschungseinrichtungen dafür bezahlt werden könnten, dann würden die bis heute in manchen Feldern existierenden Vorzüge proprietärer Lösungen dahinschmelzen wie Schnee in der Sonne.

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Von Markus B. am Do, 13. Juni 2019 um 14:32 #

Das Spiel läuft doch seit Jahren immer gleich ab, das ist genau die Masche, mit der Microsoft groß geworden ist.

1. Microsoft erhöht über Nacht die Preise, Kunde regt sich auf und droht mit Abkehr (früher Richtung "Konkurrenz", heute das Bullshit-Bingo-Wort "Open Source").

2. Microsoft schickt sein gewieftes Verhandlerteam.
Dieses verhandelt mit verkaufstechnisch meist völlig unbedarften Mitarbeitern des Kunden.

3. Beide Parteien wissen insgeheim, dass ein Weggehen von Microsoft nicht praktikabel ist. In zähen Gesprächsrunden kann der Kunde Microsoft einen Rabatt von 75% auf den neuen Preis herausleiern.

4. Beide Seiten geben eine Presseerklärung raus, dass man sich geeinigt habe und Microsoft ein sehr gutes Angebot gemacht habe, das angenommen wurde, da es im Vergleich zu einer Migration weg von Microsoft sehr günstig war.

4. Auf beiden Seiten wird nun gefeiert:
- Die Verhandler des Kunden sind bei ihrem Chef die Helden, denn sie haben Microsoft besiegt und 75% Rabatt herausgeschlagen.
- Die Verhandler von Microsoft sind bei ihren Führungsoffizieren die Helden, denn sie haben diesem Blödmann von Kunde das 2,5-Fache der bisherigen Lizenzkosten reingedrückt.

In der US-Rechtsprechung gibt es das schöne Wort "Racketeering" für solche Methoden, das wird aber nur für die Mobster auf der Straße angewandt, nicht für die in der IT.

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Von EinLinuxer am Do, 13. Juni 2019 um 18:38 #

IBM hat das 1:0 geschossen.
MS wird nicht mehr benötigt.


Hurra !1!!

;)

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Von Andreas84 am Do, 13. Juni 2019 um 20:13 #

Hey geht doch zu Apple OS :D :D

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Von Adrian_ am Do, 13. Juni 2019 um 21:26 #

Wenn man hier manche Kommentare liest, bekommt man das Gefühl, dass einige nie in ihrem Leben jemals propritäre Software genutzt haben, dabei machen sie das vermutlich ständig.

Jeder der irgendwie professionell arbeiten will, kommt meist um bestimmte „geschlossene“/kommerzielle Software aus seinem Bereich fast nie rum. Und Softwareentwicklung ist nun einmal teuer, egal ob offen oder geschlossen. Support kostet auch Geld... Und dann merkt man einfach den Qualitätsunterschied. (Klischeehaft: hier würde ja sicher auch niemand kostenlos für seine Kunden arbeiten und möchte, dass die einen vernünftig bezahlten?)

Und das merkt man leider oft auch schnell im direkten Vergleich. MS Office (erst recht in Kombination mit Sharepoint), Outlook, Skype for Business sind nun einmal richtig gut.

Was viele scheinbar auch vergessen, Open Source ist nicht gleich kostenlos. Es gibt vllt. Keine Lizenzkosten, aber natürlich auch Kosten für Wartung, Pflege, Support usw... Das ist nicht immer „billiger“.

Die Nachricht vom CERN hat meiner Meinung nach einen bitteren Beigeschmack. Es liest sich so, als wenn es gar nicht um die Software an sich geht, sondern „lediglich“ um die Kosten, die jetzt anfallen. Das ist etwas schade, schließlich war es offensichtlich okay 20 Jahre lang etwas kostenlos zu nutzen, und jetzt ist es plötzlich nicht mehr okay. Grundsätzlich sollte gute Software auch etwas kosten dürfen.

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    Von was ist das am Do, 13. Juni 2019 um 21:31 #

    Bravo! Sehr guter Kommentar. 1+

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      Von haha am So, 16. Juni 2019 um 10:09 #

      Hat eine geschrieben der keine Ahnung hat und wurde ebenfalls von einem solchen gelesen ...

      Alles an irgendwelche Office-Programm-Vergleiche abbilden zu wollen ist etwas infantil.
      Wer OpenSource Software mit kostenloser Software assoziiert, hat wohl die letzten Jahre verschlafen ...

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    Von Hexmex am Fr, 14. Juni 2019 um 00:08 #

    " „geschlossene“/kommerzielle Software aus seinem Bereich"

    Im Artikel ist keine Rede von Software "aus seinem Bereich", sondern von Skype und einer Email-Lösung?

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    Von c am Fr, 14. Juni 2019 um 09:24 #

    MS Office (erst recht in Kombination mit Sharepoint), Outlook, Skype for Business sind nun einmal richtig gut.
    Ich nutze zwar lieber LibreOffice wenn es unbedingt sein muss, aber MS Office scheint schon ganz gut zu funktionieren. Outlook ist gut, kann aber leider von Hause aus keine Verschlüsselung. Skype for Business dagegen ist eine Katastrophe, verliert die History, instabile Verbindungen und scheinbar keine möglichkeit über Firmengrenzen hinweg zu komminizieren. Wir haben hier Lizenzen die wir nicht nutzen, weil wir lieber auf andere Software setzen.

    Es gibt vllt. Keine Lizenzkosten, aber natürlich auch Kosten für Wartung, Pflege, Support usw... Das ist nicht immer „billiger“.
    Diese Kosten kommen bei komerzieller Software allerdings auch noch mal oben drauf. Wenn ich hier zum Beispiel unsere Windows Domaincontroller mit den UCS vergleiche, dann kostet Windows in der Anschaffung mehr, man muss zusätzlich CALs für die Clients kaufen, die Wartung ist inhouse auch noch aufwändiger und der Wartungsvertrag teurer, also alles in allem deutlich mehr Kosten für das Microsoft-Produkt.

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    Von Anonymous am Fr, 14. Juni 2019 um 10:03 #

    Na ja,

    die Geschmäcker sind verschieden. Manche Leute stehen halt auf Fesselspiele ;)

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    Von Badaboom am Fr, 14. Juni 2019 um 10:54 #

    Jeder der irgendwie professionell arbeiten will, kommt meist um bestimmte „geschlossene“/kommerzielle Software aus seinem Bereich fast nie rum.

    Das ist so eine typische Aussage, von jemanden der keine Lust sich nach Alternativen umzuschauen. Habe das letzte Jahr für einen Großkunden gemacht. Es ist schon erstaunlich wieviel "geschlossene" Software wir plötzlich durch "offenere" Lösungen ersetzen konnten.

    MS Office (erst recht in Kombination mit Sharepoint), Outlook, Skype for Business sind nun einmal richtig gut.

    Genau, Outlook und Skype for Business sind richtig gut! YMMD! IHMO sind beide unglaublicher Schrott! Die Schwierigkeiten, die ich alleine mit Skype in den letzten Jahren miterleben durfte. Ständig funktioniert irgendwas nicht. Miese Tonqualität. etc. etc. etc.

    Outlook ist auch ein geiles Tools, das sich einbildet für mich entscheiden zu können, welche Mails relevant sind. Meine nicht gelesenen Mails werden auch immer weniger, obwohl ich sie nicht lese. Wehe man sucht mal eine Email, dann ist man mit Outlook komplett verloren. Ja, es ist immer wieder eine Freude mit Microsoftprdukten zu arbeiten. Einzig Excel & OneNote sind ganz ok, der Rest... Meh!

    Ach ja, da du nicht ganz auf dem laufenden bist. Skype wird immer mehr durch Teams ersetzt. Noch so ein "tolles" Tool :roll:

    Was viele scheinbar auch vergessen, Open Source ist nicht gleich kostenlos. Es gibt vllt. Keine Lizenzkosten, aber natürlich auch Kosten für Wartung, Pflege, Support usw... Das ist nicht immer „billiger“.

    Dafür bin ich mit OpenSource, aber auch nicht von nur einem Anbieter abhängig, und ich habe den Quellcode, den ich Bedarf auch anpassen kann.

    Richtig, OpenSource bedeutet nicht gleich kostenlos. Da sollte man auch die Lizenzen sehr genau prüfen, im kommerziellen Umfeld werden meist auch Lizenzkosten fällig. Die Benutzung ist wenn meist nur im privaten Umfeld und an Schulen & Universitäten kostenlos.

    Das ist etwas schade, schließlich war es offensichtlich okay 20 Jahre lang etwas kostenlos zu nutzen, und jetzt ist es plötzlich nicht mehr okay. Grundsätzlich sollte gute Software auch etwas kosten dürfen.

    Wie kommst du darauf, das sie die Software kostenlose benutzt haben? Hat ja auch etwas gekostet, nur halt nicht so viel :P

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    Von Pete111 am Sa, 15. Juni 2019 um 17:30 #

    Oh, die Aussage tut mir gerade richtig weh: "Und das merkt man leider oft auch schnell im direkten Vergleich. MS Office (erst recht in Kombination mit Sharepoint), Outlook, Skype for Business sind nun einmal richtig gut."

    Da mein Arbeitgeber auf MS Office, Sharepoint, Outlook, Skype for Business setzt, kann ich wahrlich ein anderes Lied singen.

    MS Word ist nach wie vor für lange strukturierte Texte nicht gut geeignet. Dies zeigt sich umso mehr, wenn der Text auf Sharepoint liegt. Ich hatte heute drei Vollabstürze von MS Word und immer (nur) ca. 20 min Arbeit verloren (Strg-S muss mein steter Freund sein). Wenn da Dokument auf Sharepoint liegt, wird MS Office deutlich wackeliger. Dies ist auch übrigens auch bei Excel so, nur nicht ganz so dramatisch. Sonstige dicke Fehler beim kollaborativen Bearbeiten mit Dokumenten auf Sharepoint will ich nicht erwähnen, da das LibreOffice gar nicht kann.
    MS Outlook (mit Exchange-Server) ist so richtig schlecht. Suchen in Emails dauern ewig (im Vergleich zu Thunderbird) und finden zudem nie alles. Exchange ist (im Vergleich zu IMAP) eine Katastrophe, wenn man mit Outlook in Gegenden/Ländern zugreifen will, die schlechten Internetzugang haben. Da ist die Kombination Thunderbird / IMAP haushoch überlegen.
    Die Lobpreisung für Skype for Business will ich auch nicht so stehen lassen. Die Bridge zwischen Skype (privat) und Skype for Business ist schlecht bis gerade akzeptabel. Skype for Business hat keinen brauchbaren Webclient, sondern ist nur gut mit einem installierten Client. Die Qualität ist (bspw. im Vergleich zu Bluejeans oder Jitsi Meet) bei schwacher Internetverbindung deutlich schlechter, so dass man Skype for Business nicht mehr nutzen kann, die anderen Systeme aber noch brauchbar sind.

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    Von Max Sievers am Sa, 15. Juni 2019 um 19:43 #

    Es ist eine Lizenzfrage, ob etwas Freie oder proprietäre Software ist. Das hat nichts mit Qualität oder Preis zu tun. Als Kunde entscheidest Du, ob Du die Lizenz akzeptierst oder nicht. Nur Freie Software gehorcht nur Dir!

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    Von Verfluchtnochmal-05995bd7b am Fr, 21. Juni 2019 um 04:29 #

    Um welche kommerzielle Softar esoll ich denn nicht herum kommen?

    OK, der Vmware Cluster ist nett, aber auch nur weil Proxmox und KVM als der aufgesetzt wurde noch kein Thema war, das was drauf läuft ist 100% OpenSource und mir würde weder auf den Servern noch auf den Workstations irgendwas einfallen dass ich nicht in den Fedora-Repos befindet oder was ich nicht selbst wesentlich besser implementiert bekomme womit ich mir auch den Lifecyle slebst aussuchen kann und nicht xyz sagt "Wir haben alles umgebaut, suck it"

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Von thesofty am Do, 13. Juni 2019 um 23:27 #

"dass die vermeintlich günstigen Konditionen oftmals nur als Köder dienten, um eine Abhängigkeit zum Hersteller zu schaffen. Sobald diese Abhängigkeit zementiert war, fielen plötzlich die günstigen Konditionen weg."

Es ist schade, dass das offenbar nicht von vornherein klar zu sein scheint, und man erst aus Bequemlichkeit die vermeintlichen Vorteile ausnutzen möchte. Ich meine, das sind doch eigentlich lauter kluge Leute beim CERN.

Was habe ich dieselben Argumente von so vielen Menschen gehört, von Kolllegen, von Studenten, usw. usw.
"Mit dieser MSDN-Lizenz meiner Firma darf ich auch zuhause..."
"Als Student bekomme ich das für..."
"Als Bildungseinrichtung bekomme ich günstige Konditionen..."
...Und gerade bei "Bildungseinrichtungen" würde ich mehr Reflexionsvermögen erwarten.
Schade, wirklich schade.

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    Von Homer am Fr, 14. Juni 2019 um 09:45 #

    bei unserem letzten Besuch beim CERN (CentOS Dojo 2018) konnten wir uns überzeugen, dass CERN die gewaltigen Herausforderung (Storage: 1 Exabyte (mehr als Google und Facebook zusammen), HPC: 1 Millionen CPU-Kerne ) nur mit einer OpenSource-Infrastruktur bewältigt. Der Beitrag zu der Community (CentOS, Openstack, HDF5, ...) ist schon beeindruckend.

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    Von SW am Fr, 14. Juni 2019 um 14:34 #

    "dass die vermeintlich günstigen Konditionen oftmals nur als Köder dienten, um eine Abhängigkeit zum Hersteller zu schaffen. Sobald diese Abhängigkeit zementiert war, fielen plötzlich die günstigen Konditionen weg."

    Leider steht jeden Tag ein neuer dummer Manager oder IT- Entscheider auf, die genau darauf rein fallen. Muss man leider so hart sagen. Ich argumentiere seit langem, aber die Argumente verhallen, wenn die die "guenstigen" Anfangskosten sehen. Ich spreche da aus langer Erfahrung in ÖD und Mittelstand.

    • 0
      Von Homer am So, 16. Juni 2019 um 08:26 #

      Ich argumentiere seit langem...
      die gleiche Erfahrung bei uns (Forschungseinrichtung). Benutzer, die nichts anderes kennen als Windows-Produkte kann man nicht überzeugen.

      Die Entwicklung zu rein severbasierten Diensten (IaaS, PaaS, SaaS) wäre eine Chance, offene und langfristig unterstützte Software zu etablieren. Aber Openstack, OpenShift, etc. sind aus Sicht dieser IT- Entscheider nur komplizierte Systeme, mit denen man sich abhängig von Admin-Nerds oder speziellen Dienstleistern macht. Dass man bei Microsoft Azure die eigene Client-Software und die eigenen Daten für immer einem amerikanischen Unternehmen anvertraut, verursacht bei den Entscheidern hingegen überhaupt kein Bedenken.

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Von Atalanttore am Sa, 15. Juni 2019 um 17:18 #

Ich ging bisher davon aus, dass beim CERN die Elite der Wissenschaftler arbeitet.

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