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Thema: X.Org wohl bald im reinen Wartungsmodus

8 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von schmidicom am Di, 2. Juli 2019 um 12:33 #

Abgesehen vom RDP-Backend für Weston (dem Referenz-Compositor) ist mir unter Wayland keine funktionierende "Remote Desktop"-Lösung bekannt. Sogar NoMachine benutzt irgendeinen seltsamen XWayland Hack um auch in einer Wayland-Session zu funktionieren.

Der Meinung der Devs von Wayland zufolge ist das alles aber ohnehin etwas worum sich eigentlich die Entwickler der jeweiligen Compositoren (also z. B. KDE oder GNOME) kümmern müssten und so ganz falsch ist das ja nicht. Diese Compositoren sind die Display-Server und beim X11 wurde die Netzwerkfähigkeit auch beim Display-Server als erstes eingebaut (wenn auch, im Bezug auf die Sicherheit, damals grottenschlecht).

Kwin mit optionalem RDP-Backend, das am besten sogar während dem laufenden Betrieb noch dazu geschaltet werden könnte, wäre echt eine geile Sache.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 02. Jul 2019 um 12:35.
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    Von flittermice am Di, 2. Juli 2019 um 14:58 #

    Ja, traurig ist das.
    Danke für die Antwort!

    Flittermice

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    Von Josef Hahn am Di, 2. Juli 2019 um 18:01 #

    > wenn auch, im Bezug auf die Sicherheit, damals grottenschlecht

    Jagutähhh... Da sind wir doch heute deutlich besser geworden. Unsere Lücken haben heute allesamt Logos, einen hippen Namen, und zwei eigene InstaBook Accounts für Fans.

    Und auch sonst ist alles besser geworden: Irgendwann wird sich ein US Megaklub ein Herz nehmen, und euch eine ganz tolle Remote Desktop Lösung implementieren. Der Client läuft dann erstmal nur auf Android und ApfelOS, und deine Session läuft einmal über ein Redmond Datacenter (o.ä.). Wenn man die Session zumacht, wird man nochmal von einem (mit den Augen des letzten Jahrzehnts unseriös wirkenden) Popup angekumpelt, man solle doch noch irgendwas auf Fecesbook liken...

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    Von Ghul am Di, 2. Juli 2019 um 21:01 #

    Der Meinung der Devs von Wayland zufolge ist das alles aber ohnehin etwas worum sich eigentlich die Entwickler der jeweiligen Compositoren (also z. B. KDE oder GNOME) kümmern müssten und so ganz falsch ist das ja nicht. Diese Compositoren sind die Display-Server und beim X11 wurde die Netzwerkfähigkeit auch beim Display-Server als erstes eingebaut (wenn auch, im Bezug auf die Sicherheit, damals grottenschlecht).

    Wie würde man das heutzutage lösen wenn man von vorne anfängt?

    So wie bei X11, bei dem Befehle über primitive Fensterbefehle übers Netzwerk geleitet werden oder doch eher so wie bei VNC, bei der einfach der Desktop als Videostream kodiert und dann verschlüsselt über das Netz gesendet wird?

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    Von Oder auch X11 remote? am Mi, 3. Juli 2019 um 02:38 #

    Der Meinung der Devs von Wayland zufolge ist das alles aber ohnehin etwas worum sich eigentlich die Entwickler der jeweiligen Compositoren (also z. B. KDE oder GNOME) kümmern müssten und so ganz falsch ist das ja nicht. Diese Compositoren sind die Display-Server und beim X11 wurde die Netzwerkfähigkeit auch beim Display-Server als erstes eingebaut (wenn auch, im Bezug auf die Sicherheit, damals grottenschlecht).
    Das ist ja leider jetzt schon so, dass KDE über ssh -X Probleme macht (eine Konsole über ssh -X aufgemacht (andere KDE-Version), von dort weitere Programme gestartet und nach einer Weile bricht alles überlastet zusammen. Teilweise lassen sich beide Rechner aber sogar noch flüssig bedienen, nur nicht die Remote-Programme).

    Für mich hört sich das aber sehr komisch an, dass man eine der Kernfunktionalitäten von Unix aufgeben möchte - die Netzwerkfähigkeit von Applikationen. Klar, ein xhost + sollte nicht mehr funktionieren, wenn man sich außerhalb von einem Heimnetzwerk befindet, aber dass es bei Wayland keine Bestrebungen gab, wieder etwas wie die primitiven Grafikelemente von X11 zu schaffen, sondern lieber mit Bitmaps arbeitet, finde ich schon sehr komisch. Zumal die Netzwerkgeschwindigkeit mit dem restlichen Computer eher nicht mitgehalten hat. Bei der Geburt von X11 gab es schon einige Jahre 10Base2, heute haben die meisten Computer - wenn überhaupt - immer noch nur Gigabit-Ethernet.

    Das heißt also, es gibt keine vernünftige datensparsame Abstraktionsschicht, die Grafikkarte und Wayland-Nutzer (Gnome, KDE, Anwendungsprogramme, ..?) voneinander trennt. Hoffentlich nicht, damit man beim Zocken 2,36 Frames mehr angezeigt bekommt als unter Windows.

    Für mich hört sich das nach einer Fehlkostruktion an, sofern das wirklich so ist (*). Linux/Unix war immer ein Netzwerkbetriebssystem. Das soll Fortschritt sein?

    (*) Zugegeben - ich habe mich noch nicht so genau mit Wayland beschäftigt. Ich habe nur gemerkt, dass es mit schlecht unterstützten NVidia-Karten Probleme bringt.

    Siehe auch hier bei askubuntu.com . Schade.

    • 1
      Von blubb am Mi, 3. Juli 2019 um 07:12 #

      Für mich hört sich das aber sehr komisch an, dass man eine der Kernfunktionalitäten von Unix aufgeben möchte - die Netzwerkfähigkeit von Applikationen. Klar, ein xhost + sollte nicht mehr funktionieren, wenn man sich außerhalb von einem Heimnetzwerk befindet, aber dass es bei Wayland keine Bestrebungen gab, wieder etwas wie die primitiven Grafikelemente von X11 zu schaffen, sondern lieber mit Bitmaps arbeitet, finde ich schon sehr komisch. Zumal die Netzwerkgeschwindigkeit mit dem restlichen Computer eher nicht mitgehalten hat. Bei der Geburt von X11 gab es schon einige Jahre 10Base2, heute haben die meisten Computer - wenn überhaupt - immer noch nur Gigabit-Ethernet.
      Schau dir mal diesen Vortrag an, da wirst du über einiges aufgeklärt. ;)
      https://www.youtube.com/watch?v=RIctzAQOe44

      Zusammengefasst: so wie du dir das vorstellst (und wie es früher wirklich war) läuft das schon lange nicht mehr. Netzwerktransparenz ist schon lange Geschichte.
      X11 sendet heutzutage im Grunde auch nur noch Bilder übers Netz und das auch noch wesentlich ineffizienter als z.B. VNC.

      Bestrebungen VNC, RDP o.ä. in Wayland zu implementieren gab es immer wieder, manche Compositoren haben auch derartiges schon eingebaut.
      Auch einen headless mode gibt es bei RDP prinzipiell.
      Ich habe aber keinen Überblick darüber ob und was und wo jetzt was implementiert wurde, da mich das Thema nicht so sonderlich interessiert.

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