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Mo, 18. Juni 2018, 08:14

Software::Distributionen::BSD::FreeBSD

FreeBSD unterstützt pNFS

Wie die Entwickler von FreeBSD bekannt gaben, ist die aktuelle Implementierung des NFS-Dienstes in der Lage, neben NFSv4.1 auch pNFS zu unterstützen. Entsprechende Patches wurden letzte Woche in den FreeBSD 12.0-CURRENT-Branch überführt.

Anton K. Gural/freebsd.org

Das Network File System (NFS) ist ein von Sun Microsystems entwickeltes Protokoll, das den Zugriff auf Dateien über ein Netzwerk ermöglicht. Die angesprochenen Dateien müssen dabei nicht erst übertragen, sondern können vom Benutzer direkt angesprochen werden, als ob sie auf ihrer lokalen Festplatte abgespeichert wären. Ein Nachteil von NFS war allerdings die Geschwindigkeit, weshalb mit NFSv4 eine Reimplementierung vorgeschlagen wurde.

Die Entwicklung von NFSv4 für Linux begann im Jahr 2005 als Referenzimplementation der NFSv4-Spezifikation und gelangte früh in den Linux-Kernel. So wurde der neue Dienst bereits in Fedora Core 2 angeboten und später auch in die gängigen Unternehmensdistributionen übernommen. Im Januar 2010 wurde eine weitere Anpassung von NFS vorgenommen, als Panasas eine Erweiterung von NFSv4 auf Basis ihrer Parallelen-NFS (pNFS)-Technologie vorstellte. Das NFSv4.1-Protokoll definierte unter anderem nun auch eine Methode zum Trennen der Metadaten des Dateisystems vom Dateidatenspeicherort, die weit über eine einfache Separation von Namen und Daten hinausging. Die Koordination der Zugriffe erfolgt dabei durch einen dedizierten pNFS-Server.

Nachdem die Technologie bereits seit geraumer Zeit verfügbar war, zieht sie nun auch in die kommende Version von FreeBSD ein. Entsprechende Vorbereitungen gab es bereits seit geraumer Zeit. So hat Rick Macklem bereits Mitte 2016 einen Plan für eine Implementierung eines pNFS-Servers für FreeBSD vorgestellt. Anfang 2017 stellte Macklem eine erste Testversion der Erweiterung vor, die allerdings explizit als experimentell gezeichnet war. Nun hat der Entwickler den pNFS-Servercode in den NFSv4.1-Server übernommen und Mitte der vergangenen Woche in den CURRENT-Branch aufgenommen.

Interessenten finden die Änderung im SVN des Projekts. Eine Anleitung beschreibt die Erweiterungen und die Einrichtung des Systems.

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