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Do, 13. April 2017, 17:58

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu 17.04 freigegeben

Die Ubuntu-Gemeinschaft hat die Linux-Distribution Ubuntu 17.04 »Zesty Zapus« wie geplant mit zahlreichen Aktualisierungen veröffentlicht. Zu den diversen Varianten kommt jetzt eine weitere mit Budgie als Standard-Desktop hinzu.

Kubuntu 17.04

Kubuntu

Kubuntu 17.04

Von Canonical, der Firma hinter Ubuntu, werden neben dem Kernsystem die Desktop-Variante mit Unity, die chinesische Variante Kylin, die Server-Variante sowie die Cloud-Varianten direkt entwickelt. Diese und alle weiteren Varianten hat Canonical jetzt in der offiziellen Version 17.04 »Zesty Zapus« verfügbar gemacht.

Die gemeinsame Basis aller Varianten ist der Linux-Kernel, der auf Version 4.10 beruht. Ein großer Teil der verfügbaren Software wurde aktualisiert. Bei Neuinstallationen wird statt einer Swap-Partition eine Swap-Datei angelegt. Die Unterstützung für die 32-Bit-Variante von PowerPC wurde aufgegeben.

Ubuntu 17.04 führt das Drucken ohne Treiber ein. Für viele Drucker sind nun keine spezifischen Treiber mehr nötig. Dies gilt für alle Drucker, die IPP Everywhere oder Apple AirPrint unterstützen, sowie für viele, die PDF, PostScript oder PCL verarbeiten können.

Server-seitig bietet Ubuntu OpenStack Ocata, qemu 2.8, libvirt 2.5, LXD 2.12, DPDK 16.11.1 und viele weitere Server-Software an. Auf dem Desktop gibt es in dieser Version in erster Linie Korrekturen und Aktualisierungen. Unity ist weiter in Version 7.5 enthalten, Unity 8, dessen Entwicklung eingestellt wurde, ist alternativ verfügbar. Viele Anwendungen erhielten mehr oder weniger große Verbesserungen. So wurden die von Gnome kommenden Anwendungen größtenteils auf Version 3.24 gebracht, Ausnahmen sind der Dateimanager Nautilus (3.20), Terminal (3.20), Evolution (3.22) und Software (3.22). LibreOffice wird in Version 5.3 mitgeliefert.

Die neueste offizielle Variante der Ubuntu-Familie ist Ubuntu Budgie. Diese setzt auf Budgie, den bei Solus entstandenen Fork von Gnome 3.10, als Standard-Desktop. In späteren Versionen will Budgie allerdings von GTK+ als Toolkit auf Qt 5 wechseln, da die nötig gewordene enge Bindung an Gnome ständig Probleme bereitet.

Ubuntu Mate 17.04

Ubuntu

Ubuntu Mate 17.04

Kubuntu liefert als Desktop Plasma 5.9 und die KDE-Anwendungen in Version 16.12.3 mit. Eine Ausnahme bilden die KDE PIM-Anwendungen, die vorerst bei Version 16.04.3 bleiben. Die Basis bilden die KDE Frameworks 5.31. Weitere Bestandteile sind Calligra 3.0.1, die neueste Version von Krita, eine auf Qt 5 portierte Vorschauversion von K3B und Kdevelop 5.0.

Lubuntu bleibt nun doch bei LXDE und verschiebt den Wechsel zu LxQt auf später. Gegenüber Version 16.10 gab es einige Updates, Fehlerkorrekturen und eine Erneuerung des Erscheinungsbildes. Ubuntu Gnome, das wohl ab der nächsten Version wieder die Standard-Version von Ubuntu sein wird, aktualisierte Gnome auf Version 3.24. Ubuntu Kylin, die Variante für chinesische Nutzer, verwendet nun die Desktop-Umgebung UKUI, die auf Mate beruht.

Ubuntu Mate enthält Version 1.18 von Mate, die vollständig auf GTK+ 3 portiert ist. Von Elementary wurde eine neue Sammlung von Icons übernommen, von Solus das Brisk-Menü. Neben den überarbeiteten Mate-Themes steht auch ein neues dunkles Theme bereit. Ubuntu Studio verwendet wie Xubuntu Xfce als Desktop. Neben den gemeinsamen Änderungen aller Ubuntu-Varianten wurde Krita wieder hinzugefügt. Xubuntu kommt mit einigen Xfce-Aktualisierungen, mit denen einige weitere Komponenten auf GTK+ 3 portiert wurden.

Ubuntu 17.04 und seine Varianten werden neun Monate lang mit Updates versorgt. Zu empfehlen sind alle Varianten vorwiegend nur Entwicklern. Alle Benutzer, die ständige Änderungen vermeiden wollen, sollten bei einer LTS-Version bleiben.

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