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Fr, 17. Mai 2019, 09:26

Software::Kernel

Linux 3.18: Android übernimmt Hosting

Erneut hat Greg Kroah-Hartman eine neue Version der eigentlich eingestellten Kernel-Version 3.18 veröffentlicht. Als Grund wird weiterhin eine große Zahl an Geräten vermutet, in denen die alte Version immer noch eingesetzt wird. Zugleich kündigte der Entwickler an, dass die Pflege des Kernels nicht mehr unter der Ägide von kernel.org stattfinden wird.

Larry Ewing

Linux 3.18 gehört zu den langlebigsten Kerneln. Vor knapp fünf Jahren veröffentlicht sollte eigentlich schon im Februar 2017 mit Linux 3.18.47 das Ende der alten Kernel-Reihe eingeläutet werden. Wie allerdings schon damals der Ankündigung von Greg Kroah-Hartman entnommen werden konnte, war das kein einfaches Unterfangen. Grund dafür waren zahlreiche Geräte im IoT-Bereich, die auf die alte Kernelversion aufsetzen. Eine Einstellung der Unterstützung würde laut Kroah-Hartman diese direkt betreffen, was es zu vermeiden galt.

Kroah-Hartman bemängelte deshalb schon damals die Situation und hoffte, dass Hersteller ihre Nutzer mit einer aktualisierten Kernelversion beliefern oder zum Umstieg bewegen werden. Die Anwender sollten dazu nur laut genug an Pforten der Hersteller läuten und auf sich aufmerksam machen. Der Entwickler selbst versprach, sich des Problems anzunehmen. Die Lösung sah daraufhin vor, noch etliche Aktualisierungen herauszugeben und trotz der Einstellung den Kernel weiter zu pflegen. Nun scheint aber tatsächlich das Ende von Linux 3.18 eingeläutet zu sein.

Wie der Freigabe der mittlerweile 140. Aktualisierung des Kernels entnommen werden kann, plant Kroah-Hartman keine weiteren Ausgaben mehr auf kernel.org zu veröffentlichen. »Ich weiß, dass es seit geraumer Zeit als "End-of-Life" markiert ist, aber ich habe es am Leben erhalten, da einige Millionen Handys in freier Wildbahn davon abhängen«, schreibt der Entwickler. Jetzt sei aber an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen.

Die Pflege von Linux 3.18 wird an das Android-Projekt ausgelagert, wo Kroah-Hartman und andere Entwickler sich um den Fortbestand des Kernels prinzipiell kümmern wollen. So soll es zwar keine neuen Ausgaben des Kernels geben, Nutzer sollten aber nach Aktualisierungen Ausschau halten. »Um sicherzugehen«, schreibt Kroah-Hartman. »Ich bin mir nicht ganz sicher, wie lange das am Leben bleibt. [..] Wie auch immer, danke an alle, die 3.18.y so lange genutzt haben, aber es ist nicht mehr nötig, stable@vger für Problemmeldungen zu nutzen«.

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