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Fr, 1. November 2019, 11:16

Software::Grafik

Gimp 2.10.14 mit weiteren Neuerungen

Die Gimp-Entwickler haben Version 2.10.14 des freien Bildbearbeitungsprogramms freigegeben. Sie führen mit dieser Version ihren Kurs fort, in kleine Aktualisierungen von Gimp nicht nur Korrekturen, sondern auch kleinere Verbesserungen und Neuerungen aufzunehmen.

Automatische Vergrößerung der Leinwand in Gimp 2.10.14

Gimp

Automatische Vergrößerung der Leinwand in Gimp 2.10.14

Gimp 2.10.14 ist eine weitere Aktualisierung von Gimp 2.10. Auch wenn der Schwerpunkt des Teams seit der Freigabe von Gimp 2.10 auf der Fertigstellung von Gimp 3.0 liegt, wird Gimp 2.10 dennoch fortlaufend verbessert. Neben Korrekturen fließen, soweit sinnvoll, auch kleinere Neuerungen ein, die die Funktionalität abrunden.

Eine der größten Neuerungen von Gimp 2.10.14 ist die Möglichkeit, Teile eines Bildes zu bearbeiten, die außerhalb des eigentlichen Bearbeitungsbereiches, der Leinwand, liegen. Zu solchen Situationen kann es beispielsweise bei der Rotation eines Bildes kommen. Die Pixel außerhalb der Leinwand bleiben zwar erhalten, wurden aber bis jetzt nicht angezeigt und waren nicht bearbeitbar. Gimp bietet nun einen Menüpunkt Show All, der diese Pixel anzeigt. Daraufhin kann man Farben oder Bereiche selektieren, kopieren und an anderer Stelle wieder einfügen, Bereiche außerhalb der Leinwand füllen und einiges mehr. Die Funktionalität ist aber noch nicht vollständig und soll in kommenden Versionen noch erweitert werden. Unter anderem funktionieren die meisten Auswahlwerkzeuge noch nicht.

Im Zusammenhang mit der ersten Neuerung ist es jetzt auch möglich, bei Transformationswerkzeugen eine Option zu setzen, um automatisch die Leinwand auf die benötigte Größe zu erweitern. Wendet man dagegen einen Filter auf eine Ebene an, und das Ergebnis ist größer als die Originalebene, so wird diese Ebene jetzt automatisch vergrößert, statt Pixel außerhalb der Ebene zu verwerfen. Dieses Verhalten kann im Filterdialog konfiguriert werden.

Eine weitere neue Option ermöglicht es, unsichtbare Ebenen zu editieren. Drei Auswahlwerkzeuge erhielten kleine Verbesserungen: das für die freie Auswahl, die Vordergrundauswahl und die Federauswahl. Auch mehrere neue Filter kamen hinzu: »Normal Map« erzeugt eine Normalkarte aus einer Höhenkarte. Weitere neue Filter aus dem GEGL-Projekt wurden zugänglich gemacht und ersetzten teilweise Gimp-eigene Filter.

Darüber hinaus gab es weitere Verbesserungen nicht nur in Gimp selbst, sondern auch in GEGL und babl. GEGL nutzt die CPU-Kerne besser aus, bringt einen eigenen Video-Editor mit, so dass der ältere Video-Editor gcut jetzt entfernt wurde, das Abspielen von Videos wurde verbessert und einiges mehr. babl unterstützt nun das Farbmodell Yu’v’ (CIE 1976 UCS), kann ICC-Graustufen-Profile handhaben, beschleunigt einige Konvertierungen mit AVX2 und einiges mehr. Neu ist ein Renderer namens ctx, der in Zukunft in GEGL und möglicherweise auch in Gimp selbst eingesetzt wird.

Währenddessen geht auch die Entwicklung von Gimp 3.0 weiter, doch die Entwickler lassen sich damit Zeit. Die geplanten Änderungen sind so umfangreich, dass sie noch Monate benötigen. In einigen Monaten soll es eine erste Testversion geben, auf die mehr oder weniger regelmäßig einige Alpha- und Betaversionen folgen sollen, bis Gimp 3.0 veröffentlicht werden kann.

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