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Mi, 17. Juli 2019, 11:13

Software::Distributionen::Mageia

Mageia 7.1 patcht Boot-Problem bei AMD Ryzen 3000 CPUs

Mageia hat kurzfristig mit Version 7.1 ein Point-Release veröffentlicht, um einen Boot-Fehler mit AMDs Ryzen 3000 CPUs zu beheben, der einige aktuelle Distributionen betrifft.

Mageia

Mageia 7.0 erschien erst vor zwei Wochen, erhielt aber jetzt bereits eine erste Aktualisierung auf Version 7.1. Grund ist ein Boot-Problem mit AMDs Zen 2 CPUs der Serie Ryzen 3000. Das Datum der Veröffentlichung von Mageia 7.0 war unwissentlich ungünstig gewählt, da die kurz darauf auf den Markt gelangten neuen Ryzen-CPUs bei einigen aktuellen Distributionen, darunter Ubuntu 19.04, Clear Linux, Fedora Workstation, Arch Linux, Manjaro und Pop!_OS ein Booten und somit eine Installation verhinderten.

Anwender, die früh auf AMDs Ryzen 3000 setzten, konnten Mageia 7.0 nur per Netz-Installation auf die Platte bannen. Somit sahen sich die Entwickler im Zugzwang, eine bereinigte Version 7.1 mit frischen Installationsmedien zu veröffentlichen, die den Fehler durch eine gepatchte Version von Systemd behob. Darüber hinaus flossen lediglich Fehlerbereinigungen und Sicherheits-Updates seit dem 11. 7. in die neuen Abbilder ein. Anwender, die keine solche CPU haben, müssen nichts weiter unternehmen.

AMD hat das Problem mittlerweile durch ein BIOS-Update behoben, aber erfahrungsgemäß dauert es Wochen, bis alle Mainboard-Hersteller die Patches auch umgesetzt haben. Der Grund für den Bootfehler manifestierte sich in Systemd, was dazu führte, dass dessen Dienste den Start verweigerten. Das eigentliche Problem lag aber im RdRand Instruction Generator, einem Intel-Zufallszahlengenerator, den AMD seit 2015 unterstützt und der bereits einmal Probleme bei AMDs Zen-Architektur verursachte. Jetzt hat es den Anschein, als ob dieser Fehler bei der neuen Ryzen-Generation einer weiteren Regression unterlag und AMD es versäumte, die neuen CPUs auf aktuellen Distributionen aus diesem Jahr zu testen.

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